Energiekosten
Energiebeschaffung muss neue Wege gehen

Ein Gastbeitrag von Thilo Ottmann * 5 min Lesedauer

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Die aktuellen Krisen haben gezeigt: Energie macht die Industrie abhängig und ist ein Wettbewerbsfaktor. Unternehmen brauchen aber Planungssicherheit sowie Flexibilität. Scholt Energy zeigt, welche strategischen Möglichkeiten es bei der Energiebeschaffung gibt und liefert Handlungsempfehlungen.

Wo kommt mein Strom her? Neben dem Preis beim Einkauf rückt auch die Energiequelle immer mehr in den Fokus – beispielsweise für CO2-Bilanzen.(Bild:  Scholt Energy)
Wo kommt mein Strom her? Neben dem Preis beim Einkauf rückt auch die Energiequelle immer mehr in den Fokus – beispielsweise für CO2-Bilanzen.
(Bild: Scholt Energy)

Für produzierende Unternehmen zählen Energiekosten zu den entscheidenden Wettbewerbsfaktoren – und haben damit strategische Bedeutung. Oftmals beeinflussen sie nicht mehr nur die Marge, sondern zunehmend auch Standort- und Investitionsentscheidungen. Doch erst die Energiekrise der Jahre 2021 und 2022, wie auch die aktuelle Krise in Nahost, haben diese Abhängigkeit schonungslos offengelegt: Extreme Preissprünge und eine hohe Volatilität haben klassische Beschaffungsmodelle an ihre Grenzen gebracht.

Schwankungen an den Großhandelsmärkten, steigende Netzentgelte, regulatorische Eingriffe und die wachsende Bedeutung wetterabhängiger Erzeugung führen zu stark volatilen Preisstrukturen – und das sorgt für ein dauerhaft erhöhtes Kalkulations- und Risikoniveau. Auch politische Entlastungsversprechen bieten nur begrenzte Planungssicherheit. Denn Instrumente wie subventionierte Netzentgelte oder der Industriestrompreis greifen nur für Teile des Verbrauchs, sind an Bedingungen geknüpft und unterliegen beihilfe- sowie haushaltspolitischen Unsicherheiten. Ein erheblicher Anteil der Energiekosten bleibt damit weiterhin marktexponiert.