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Mechanische Optimierung von Antriebssystemen steigert Energieeffizienz
Einsparpotenziale sieht Dr. Peter J. Thelen, Geschäftsführer der Landesstelle Bayern des ZVEI, bei den elektromotorisch angetriebenen Systemen vor allem in der mechanischen Optimierung von Systemen (60%), es folgen die elektronische Drehzahlregelung (30%) sowie der vermehrte Einsatz von Energiesparmotoren (10%).
„Die Ausschöpfung dieser Einsparpotenziale ist bereits mit heute verfügbarer Technik möglich“, sagt Thelen. Energiesparmotoren etwa haben sich europaweit etabliert; ihr Marktanteil beträgt mittlerweile 95%. Den größten Anteil stellen zur Zeit noch die Motoren der Energieeffizienz-Klasse EFF 2.
Neue Gesetze in China und Nordamerika treiben Energieeffizienz voran
Getrieben von entsprechenden Entwicklungen in den USA, China, Kanada und Australien wird es auch in Europa mittelfristig eine gesetzliche Regelung zu EFF-1-Motoren geben und die Klassen EFF 2 und EFF 3 in absehbarer Zeit vom Markt verschwinden werden. Günter Baumüller, Vorsitzender des Fachbereichs Elektrische Antriebe im ZVEI: „Der Druck auf die Marktteilnehmer wächst. Energieeinsparung und Ressourcenschonung werden uns in den kommenden Jahren in zunehmender Schärfe beschäftigen.“
Doch noch immer werden die augenscheinlichen Vorteile nicht im umweltpolitisch gewünschten Umfang genutzt. Die gravierendste Barriere liegt immer noch darin, dass das Hauptaugenmerk des Anwenders derzeit noch auf einem möglichst niedrigen Anschaffungspreis liegt.
Energieeffizienz zahlt sich bei Lebenszykluskosten aus
Denn der Einkäufer ist in der Regel nicht für die Kosten, die während des Betriebs der Anlage entstehen (life-cycle-costs) zuständig, die oft ein Vielfaches des Anschaffungspreises betragen. Gerade bei elektrischen Antrieben beträgt der Anteil der Energiekosten an den gesamten Lebenszykluskosten oft mehr als 90%.
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