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Neben der eigenen Aufklärungs- und Informationsarbeit wünscht sich der ZVEI, dass die Politik mit geeigneten Maßnahmen flankierend auf die Endanwender einwirkt, die Energiekosten über die Lebensdauer in die Bewertungskriterien des Angebots eines Antriebs beziehungsweise einer Maschine oder Anlage einzubeziehen.
Steuerliche Anreize für mehr Energieeffizienz gefordert
Außer diesem politischen Impuls wäre es laut ZVEI auch sinnvoll, steuerliche Anreize für die Beschaffung energieeffizienter Maschinen und Antriebssysteme dort zu generieren, wo der Anreizeffekt aus der Verbesserung der Energieeffizienz allein nicht ausreicht, wie dies oft bei kleinen und weniger energieintensiven Anwendern der Fall ist. Auch die Förderung von Anwenderschulungen zur Analyse von Energieeinsparpotenzialen und die Umsetzungsberatung seien Instrumente, die von staatlicher Seite unterstützt werden sollten.
In Deutschland belief sich der Stromverbrauch im Jahr 2007 auf 541 TWh (541 Milliarden KWh). Von diesen 541 TWh verbrauchte die Industrie 47% (Bild 1). Davon wiederum entfallen gut 2/3 oder 170 TWh auf elektrische Antriebe beziehungsweise elektromotorisch angetriebene Systeme. Der Rest des industriellen Stromverbrauchs verteilt sich auf Wärme und Beleuchtung.
Energieverschwendende Drosseln werden bei Pumpen häufig verwendet
Grundsätzlich kann man in der industriellen Antriebstechnik zwei Gruppen unterscheiden. Laut ZVEI sind dies zum einen Arbeitsmaschinen, die schon allein aus prozesstechnischen Gründen eine elektronische Drehzahlregelung benötigen. Zu dieser Gruppe gehören Druckmaschinen, Werkzeugmaschinen und Dosiermaschinen.
Die zweite Gruppe, zu der Pumpen und Ventilatoren gehören, umfasst Arbeitsmaschinen, die prinzipiell auch ohne Drehzahlregelung betrieben werden können. Bei dieser Gruppe werden heute noch vielfach energieverschwendende mechanische Drosselmaßnahmen praktiziert.
Elektronische Drehzahlregelung steigert Energieeffizienz
Dort bieten sich durch den Einsatz elektronischer Drehzahlregelungen große Energieeinsparmöglichkeiten. Für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Antriebs mit veränderlicher Fördermenge oder häufig wechselnden Beschleunigungs- und Bremsvorgängen sind nicht in erster Linie die Wirkungsgrade von Motor und anderen Einzelkomponenten entscheidend, sondern vor allem das gewählte Stellverfahren.
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