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Nachhaltiges Bauen

Energieeffiziente Gebäudetechnik nutzt natürliche Ressourcen

| Autor / Redakteur: Bernhard Kuttkat / Claudia Otto

Optimale Isolierung im Kundencenter durch die Doppelverglasung der Fassade, die das volle Tageslicht und die gleichzeitig entstehende Sonnenwärme nutzt. (Bild: Arburg)
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Optimale Isolierung im Kundencenter durch die Doppelverglasung der Fassade, die das volle Tageslicht und die gleichzeitig entstehende Sonnenwärme nutzt. (Bild: Arburg)

Nachhaltiges Bauen zur Senkung der Betriebskosten umfasst mehr als den Einsatz energiesparender Komponenten. Es gilt alle Bereiche der Gebäudetechnik einzubeziehen, angefangen von der Heizung-, Lüftungs- und Klimatechnik über die Stromverteilung bis hin zur Beleuchtung. Das minimiert den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß.

Einsparpotenziale hinsichtlich des Energieverbrauchs spielen für den Spritzgießmaschinenhersteller Arburg unternehmensweit eine führende Rolle und sind seit Jahrzehnten sehr wichtige Aspekte bei allen Entwicklungen und Investitionen: bei Produkten ebenso wie in der Fertigung und bei den Gebäuden.

Energiebedarf verringern und Ressourcen nicht verschwenden

Wichtige Stichworte sind Geothermie, Photovoltaik, Blockheizkraftwerke, Nutzung von Regenwasser, Windenergie und Produktionsabwärme oder die natürliche Be- und Entlüftung der Gebäude. Die Potenziale verdeutlicht Michael Hehl, geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung der Arburg GmbH + Co. KG in Loßburg: „Im Jahr 2011 haben wir beispielsweise 21,6% der benötigten elektrischen Energie selbst erzeugt, davon 15% mit unseren Blockheizkraftwerken, 5% über Windenergie und 1,6% über Photovoltaik.“ Zudem habe man das Ziel erreicht, den Fremdbezug gegenüber dem Vorjahr um 1% zu reduzieren.

Die energieeffiziente Gebäudetechnik ist ein wichtiger Aspekt der Kultur des Unternehmens. „Ziel ist es, keine Energie zu verschwenden und die natürlichen Ressourcen zu nutzen“, erläutert Wolfgang Mast, Abteilungsleiter Gebäudetechnik, und konkretisiert: „Energiesparlampen, frequenzgeregelte Lüftungsmotoren und Wärmedämmung verringern den Energiebedarf ebenso wie die Wärmerückgewinnung aus der Produktionsabwärme.“ Die Sonne werde als Licht-, Wärme- und Energiequelle genutzt, die Außenluft zur Klimatisierung und Kälteerzeugung sowie das Erdreich als Wärmespeicher und zur Kälteerzeugung.

Fassadenheizung und Lüftung nutzen Produktionswärme

Aber der Reihe nach. Bereits im Jahr 1976 setzte Arburg beim Bau eines Mehrzweckgebäudes eine der weltweit ersten Fassadenheizungen ein. Dabei versorgt eine Wärmepumpenanlage die Fassadenheizung und die Lüftungsanlagen mit Produktionswärme. Die Lüftungsanlagen wiederum sind mit einem Wärmetauscher zur Wärmerückgewinnung ausgerüstet.

Ein weiterer Meilenstein war 1983 die Installation einer Gebäudeautomation, die – permanent weiterentwickelt und angepasst – die gesamte Gebäudetechnik zentral steuert und regelt. Die Gebäudeautomation umfasst die Überwachungs- und Steuerungstechnik, die Regelungstechnik und die Optimierungseinrichtungen in Gebäuden. „Sie ist ein wichtiger Bestandteil des technischen Gebäudemanagements mit dem Ziel, die Funktionsabläufe automatisch, nach vorgegebenen Einstellwerten durchzuführen oder deren Bedienung und Überwachung zu vereinfachen. „Alle Sensoren, Aktoren, Bedienelemente, Verbraucher und andere technische Einheiten im Gebäude sind miteinander vernetzt“, so Mast. Rund 25.000 Daten laufen in den Steuerungen auf und werden, beispielsweise abhängig von der Außentemperatur, der Windgeschwindigkeit und dem Sonnenstand, optimiert.

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