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Befragt, welche konkreten Maßnahmen bereits durchgeführt wurden, nennt er zunächst die energiesparenden Bürstendichtungen: „Diese kommen als arbeitsseitige Abdichtung der Werkzeugmaschinenspindel zum Einsatz und ersetzen die herkömmliche Sperrluftdichtung. Der Anwender spart sich auf diese Weise erhebliche Mengen der ständig zu erzeugenden Druckluft und damit verbundene Energie.“
Optimiertes Fettnachschmiersystem kann Energieeffizienz von Werkzeugmaschinen stark steigern
Ähnlich deutliche Einsparungen lassen sich bei geeigneten Anwendungen durch den Einsatz eines optimierten Fettnachschmiersystems, das kaum nennenswerte Energie benötigt, erreichen. „Damit“, so Lehnert, „lösen wir die energie- und kostenaufwändige Öl-Luft-Schmierung ab und sparen darüber hinaus die Kosten für das oft teure Aggregat ein.“
Und auch durch den Einsatz effizienter Motorentechnik wird eine Wirkungsgradsteigerung bei Werkzeugmaschinenspindeln erreicht. „Anstelle von asynchronen Normmotoren setzen wir primär optimierte Synchron-Spindelmotoren ein“, so Lehnert.
Energieeffizienz-Paket für Fertigungszentrum
Energiesparfüchse waren auch beim Tuttlinger Werkzeugmaschinenhersteller Chiron am Werk. Für das neue Doppelspindel-Fertigungszentrum DZ 12K S Magnum five axes für die präzise Fünf-Achs-Komplettbearbeitung in einer Aufspannung entwickelten sie ein umfangreiches Energieeffizienz-Paket. Es umfasst unter anderem:
- rückspeisefähige Maschinenspindel- und Achsmotoren,
- energieeffiziente Transformatoren,
- Hydraulik mit Speicherladebetrieb und 8-W-Ventile,
- abschaltbares Airsensoring,
- Chiron Powersafe zum gezielten Abschalten von Nebenaggregaten,
- Sperrluft und Airsensoring in Produktionspausen und
- eine frequenzgeregelte Hochdruckpumpe.
Höhere Energieeffizienz stand auch auf der Agenda von Hainbuch-Ingenieuren bei der Entwicklung von Spannzylindern. „Die Drehdurchführungen unserer Spannzylinder haben 50% weniger Leckage und somit 50% weniger Verlustleistung“, erläutert Hans-Michael Weller, technischer Geschäftsführer der Hainbuch GmbH in Marbach. Bei Hochdruckzylindern mit lagerloser Drehdurchführung profitieren Anwender zusätzlich durch das geringere Massenträgheitsmoment. „Die Spindeln beschleunigen 20% schneller, das bedeutet bei einem typischen Werkstück eine Energieeinsparung von 4%“, konkretisiert Weller. Zusätzlich ergeben sich kürzere Spannzeiten und ein größerer Druckregelbereich.
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