Fakuma-Präsentationen Engel: Gratfreie Silikonteile und hohe Produktivität auf kleinem Raum

Quelle: Engel 6 min Lesedauer

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Auf der Fakuma 2026 zeigt Engel mit der „e-mac“, was möglich ist, wenn jeder Quadratmeter zählt. Außerdem demonstriert man, wie Silikondichtungen ohne spätere Nacharbeit aus dem Werkzeug fallen können ...

Präzision im Zehntelgramm-Bereich: Die vollelektrische „e-mac 200“ von Engel steht für reproduzierbare Prozesse bei kleinsten Schussgewichten. Und das ist noch nicht alles, was das Unternehmen auf der Fakuma zeigen wird ...(Bild:  Engel)
Präzision im Zehntelgramm-Bereich: Die vollelektrische „e-mac 200“ von Engel steht für reproduzierbare Prozesse bei kleinsten Schussgewichten. Und das ist noch nicht alles, was das Unternehmen auf der Fakuma zeigen wird ...
(Bild: Engel)

Beginnen wir in Sachen Fakuma-Vorbericht mit dem Validation Assistant von Engel, den man in Halle B3 erleben kann. Dieser schaffe mehr Spielraum im Prozessfenster und beschleunige den Weg in die Serie. Gefertigt werden damit Auto-Injektor-Komponenten in Serie. Das bedeutet Millionen Teile mit null Toleranz für den Ausschuss. Vor allem im Reinraum ist außerdem jeder Quadratmeter ein entscheidender Kostenfaktor. Die vollelektrische „e-mac 200“ verbindet aus diesem Grund einen besonders kleinen Footprint mit hoher Produktivität. Im Live-Betrieb auf der Fakuma 2026 überwachen und regeln Assistenzsysteme der „inject AI-“Familie den Spritzgießrozess, wie es weiter heißt. Sie gleichen Schwankungen aus, bevor Ausschuss entsteht. Auch reduzierten sie die erforderliche Schließkraft im Idealfall um 33 Prozent.

Viele präzise Miniteile unter Reinraumbedingungen

Im Fokus dieser Präsentation steht also eine vollelektrische „e-mac 200“ mit 2.000 Kilonewton Schließkraft. Der, wie Engel betont, großzügige Holmabstand bietet viel Platz für anspruchsvolle Werkzeuge. Das dynamische Spritzaggregat arbeite auch bei sehr geringen Schussgewichten prozesssicher. Medical-spezifische Optionen und der gekapselte Kniehebel unterstützten eine saubere, reinraumgerechte Produktion. Gefertigt wird ein Bauteil für einen medizinischen Auto-Injektor aus Random-PP mit weißem Masterbatch (siehe Bildergaleri). Das 32-fach-Werkzeug produziert Teile mit einem Gewicht von jeweils nur 0,396 Gramm bei einer Zykluszeit von unter zehn Sekunden. Die Funktion „iQ weight control“ optimiert dabei das Einspritzvolumen in Echtzeit, wobei Schwankungen der Schmelzeviskosität noch beim gleichen Schuss ausgeglichen werden können, um die Teilequalität stabil zu halten.

Bildergalerie

Schneller in die Serienproduktion gelangen

Der Validation Assistant von Engel nutzt außerdem die Daten der iQ-Assistenzsysteme, um nicht nur einen einzelnen Arbeitspunkt zu bewerten sondern ein robustes Prozessfenster zu schaffen. So ließe sich nachvollziehen, wie stabil der Prozess innerhalb definierter Grenzen ablaufe. Das schaffe Sicherheit, reduziere den Validierungsaufwand deutlich und verkürze die Phase bis zur Serienfreigabe. Die regulatorisch vorgegebenen Qualifizierungs- und Validierungsschritte bleiben bestehen, sagt Engel. Der Assistant ergänzt sie nur um eine transparente, datenbasierte und digital unterstützte Prozessbewertung, heißt es.

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