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ODVA Erweiterte Ethernet/IP-Spezifikationen verbessern Einsatz in der Industrie

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Die ODVA (Open Devicenet Vendors Association) hat Erweiterungen der Ethernet/IP-Spezifikation angekündigt, die eine verbesserte Netzwerkdiagnose ermöglichen soll.

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Dr. Al Beydoun, President und Executive Director der ODVA, verspricht sich durch den Einsatz neuer Tools und von Erweiterungen den Einsatz von Ethernet /IP in der Industrie zu verbessern.
Dr. Al Beydoun, President und Executive Director der ODVA, verspricht sich durch den Einsatz neuer Tools und von Erweiterungen den Einsatz von Ethernet /IP in der Industrie zu verbessern.
(Bild: ODVA )

Darüber hinaus werde es zukünftig möglich sein, Geräte mit reduzierter Bandbreite und weniger Ressourcen zu verwenden. Die Vorbereitung auf Time Sensitive Network (TSN) soll den Einsatz in der Industrie sicherstellen. Optional soll es möglich sein, das Link Layer Discovery Protocol (LLDP) zu verwenden. Dies ermögliche es, andere Geräte in der Nähe zu finden. „Die aktuelle Dominanz von Ethernet/IP im industriellen Kommunikationsraum wird durch den Zusatz neuer Tools zur Verwaltung des Netzwerks und dem Ausräumen von Hindernissen bei der Implementierung von Ethernet/IP auf einfachsten Geräten sowie die Vorbereitung für TSN mit LLDP sichergestellt“, sagt Dr. Al Beydoun, President und Executive Director der ODVA.

Allgemeine Systemdiagnose ist nun möglich

Zusätzlich zu den vorherigen Verbesserungen von Ethernet/IP, die es Benutzern ermöglicht, Gerätediagnosen im Sinne des NE107-Standards zu erhalten, habe die ODVA Ethernet/IP nun so erweitert, dass man damit eine allgemeine Systemdiagnose erhalte. Die zusätzliche Ethernet/IP-Systemdiagnose zeige noch übersichtlicher die Anzahl der Verbindungen, die Ressourcennutzung, die Anzahl der Ethernet-Fehler, verpasste Pakete und die gesamte CPU-Auslastung an. Die Definition einer skalierbaren Netzwerkdiagnosen-Assembly für Diagnoseverbindungspunkte, die durch andere Objekte definiert werden, führe dazu, dass diese Statistiken nun bei der Fehlerbehebung im Netzwerk helfen können. Außerdem liefern neue Vorkehrungen zur Aggregation mehrere I/O-Verbindungen einen Mechanismus zum Multiplexen zahlreicher einzelner Verbindungen in eine Verbindung, wodurch der Bandbreitenbedarf im Datennetz wesentlich reduziert wird, heißt es. Die Runtime-Neukonfiguration werde nahtlos, und die Effizienz im Allgemeinen verbessert, besonders beim Einsatz von IO-Link, Hart-Übersetzern oder modularen I/Os.

Ethernet bis hin zu den Endgeräten

Updates ermögliche ressourcenbegrenzten Geräte, die auf Ethernet/IP laufen, eine reine UDP-Gerätekommunikation. Ziel sei es dabei, die Ressourcen- und Hardwareanforderungen zu reduzieren. Durch den Einsatz von ressourcenbegrenzten Geräten erwarte man eine deutliche Senkung der Kosten, was die Integration von Ethernet/IP in Einbaugeräten, kleinen Sensoren und anderen einfachen Geräten zulasse. So werde der Einsatz von Ethernet bis hin zu den Endgeräten möglich, einschließlich der Verwendung von Single Pair Ethernet (10BASE-T1S), womit die End-to-End-IIoT-Kommunikation sichergestellt sei. Ethernet/IP, einschließlich CIP Security, wurde so erweitert, um damit auch ressourcenbegrenzte Geräte nutzen zu können. Außerdem werde es die zusätzliche Option geben, das Link Layer Discovery Protocol (LLDP) zu verwenden. Dies ermögliche es, andere Geräte in der Nähe zu finden. Damit könne auch die physische Netzwerktopologie erkannt und visualisiert werden. Als erforderliche Komponente für TSN bilde die Ergänzung um LLDP die Grundlage für eine einfachere Übernahme von TSN in die Ethernet/IP-Spezifikation. Zusammen mit bestehenden Datennetzerweiterungen seien die TSN-Standards für das Senden zeitkritischer Daten über das industrielle Ethernet eine Option, um den Anforderungen hochdeterministischer Anwendungen gerecht zu werden. Darüber hinaus gebe es die Möglichkeit, das Netzwerkdesigns zu erweitern und die durch IT- und OT-Konvergenz verursachte zukünftige erhebliche Steigerung des Datenverkehrs zu berücksichtigen.

Zusammenfassung

Die Erweiterungen der Ethernet/IP-Spezifikation, sollen es ermöglichen, das Netzwerk besser zu verstehen und somit die Leistung des Netzwerks insgesamt zu steigern. Zudem sei es möglich, Ethernet/IP auch mit Geräten, die nur eine kleine Leistungskapazität haben, zu verwenden. Dies gehe nur, weil die Ressourcenanforderungen reduziert wurden und dies bilde eine Grundlage für TSN.

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