Spritzgießen Europäische Maschinenbauer beherrschen komplexe Prozesse
Dauertrend beim Spritzgießen ist die Reduzierung der Stückkosten. Die Maschinenhersteller setzen dazu verstärkt auf kombinierte Prozesse, vor allem in Europa. So werden zunehmend komplexere Prozesse auf elektrische Maschinen übertragen. Auf der K 2010 wollen die Hersteller in Sachen Prozessbeherrschung punkten.
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So schnell die Maschinenhersteller der Kunststoffindustrie in die Krise rutschten, so rasch kamen sie wieder heraus. So konnten die deutschen Hersteller in diesem Jahr bereits mit einer beachtlichen Halbjahresbilanz glänzen. Auf der K 2010 geben sie Einblick in ihre Erfolgsstrategie.
Dort stellen sich etwa 3100 ausstellende Unternehmen der gesamten Kunststoffbranche dem globalen Wettbewerb, der sich bei Maschinen auf Hersteller aus Europa und Asien fokussiert, besonders bei Spritzgießmaschinen. In Europa wird dabei die Kostenoptimierung über die Prozesstechnik vorangetrieben. Das zeigt sich im erweiterten Angebot größerer Maschinen, auf denen immer häufiger Prozesse zusammengeführt werden.
Asien setzt auf kleinere Maschinen
In Asien wird dagegen auf kleinere Maschinen gesetzt. Der Vorteil liegt in den hohen Stückzahlen. Das schlägt sich im Einkauf der Maschinenkomponenten nieder – und beim Endprodukt, wie den Maschinen des chinesischen Herstellers Haitian, der über die deutsche Tochter Zhafir Plastics Machinery mit der Baureihe Venus „vollelektrische Technik zum Preis einer europäischen hydraulischen Maschine“ anbietet – ohne Abstriche bei der Leistungsfähigkeit, wie er auf der K 2010 beim jüngsten Modell Venus/p deutlich machen will.
Bei hydraulischen Standardmaschinen geht man mit dem Modell Mars Eco in die Offensive. Dieses CE-zertifizierte Modell, das es ab der Messe mit Schließkräften von 600 bis 10000 kN geben wird, liegt laut Haitian „preislich etwa 50% unter den europäischen Standardmaschinen“.
Europäische Hersteller punkten mit Prozesskombinationen
Dagegen punkten die europäischen Hersteller mit Prozesskombinationen. Krauss-Maffei, München, geht dabei über das Prozessspektrum beim Spritzgießen hinaus. Das zeigt man anhand dreier Exponate: einer Großmaschine MX, auf der Spritzgießen mit PUR-Verarbeitung kombiniert wird. Auf der Maschine CX 200-750 werden PMMA-Teile spritzgegossen und lackiert, was die Anzahl der Prozessschritte auf einen reduziert.
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