Schneller Sparsam-„Denker“ Bundeskanzler Merz nimmt Supercomputer Jupiter in Betrieb

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Friedrich Merz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst starten den schnellsten Computer Europas. Der sogenannte Supercomputer Jupiter steht im Forschungszentrum Jülich.

Europas Supercomputer Jupiter wurde jetzt offiziell in Betrieb genommen. Leseh Sie hier, was der schnellste Rechner der EU sozusagen auf dem Kasten hat ...(Bild:  Forschungszentrum Jülich)
Europas Supercomputer Jupiter wurde jetzt offiziell in Betrieb genommen. Leseh Sie hier, was der schnellste Rechner der EU sozusagen auf dem Kasten hat ...
(Bild: Forschungszentrum Jülich)

Nachdem der Startschuss für Europas Rechenrekordler gefallen war, wurde erklärt, dass Jupiter ganz neue Möglichkeiten eröffne – etwa für das Training von KI-Modellen (KI = künstliche Intelligenz) oder für komplexe wissenschaftliche Simulationen aller Art. Der Supercomputer – im weltweiten Vergleich steht er von Rechengeschwindigkeit übrigens auf Platz vier, unterstreicht demnach den Anspruch der Bundesrepublik Deutschland, auf eine führende Rolle bei der technologischen Revolution der Gegenwart einzunehmen. Merz: „Wir wollen, dass Deutschland eine KI-Nation wird!“ Und derzeit liefern sich die USA und China ein Wettrennen um künftige Marktanteile. Europa und Deutschland hätten aber noch alle Möglichkeiten, dabei aufzuholen, so die Einschätzung. Jupiter werde nicht zuletzt mit Ökostrom betrieben und sei deshalb der energieeffizienteste Superrechner der Welt. Und das immer wiederkehrende Horrorszenario, dass eine KI irgendwann selbst das Kommando über die Menschheit übernehmen könnte und ein Bewusstsein entwickelt, gehört ins Reich der Phantasie, wie die Experte in Jülich anmerken. Schließlich versagten große KI-Modelle noch immer, wenn es wirklich um logisches Denken gehe. Das menschliche Gehirn ist da noch Meilen voraus, heißt es.

Über eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde

Das Jupiter-Rechenzentrum, das in zwei Jahren aufgebaut wurde, besteht nun aus rund 50 Container-Modulen auf über 2.300 Quadratmetern Fläche,, wie man erfährt. Auf seine Platten passe der Inhalt von 450 Milliarden Büchern. Jupiter ist demnach auch der erste Computer in Europa, der über eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde schafft, betonen die Forscher. Die Bezeichnung Jupiter ist übrigens ein Akronym und steht für „Joint Undertaking Pioneer for Innovative and Transformative Exascale Research“ (Gemeinsames Pionierunternehmen für innovative und transformative Exascale-Forschung – Exascale meint Supercomputer). Der Computer hat 500 Millionen Euro gekostet. Davon kamen 250 Millionen von der europäischen Kommission und je 125 Millionen Euro von den Wissenschaftsministerien von Bund und Land. Jupiter soll bei der Vorhersage extreme Wetterereignisse helfen sowie Proteine, Zellen und das menschliche Gehirn erforschen helfen, um etwa neuartige Behandlungsmethoden bei Krankheiten zu entwickeln.

(ID:50540418)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung