Verteidigungslieferkette Neue Plattform lässt Rüstung und Mittelstand zusammenfinden

Quelle: Vogel Communications Group 3 min Lesedauer

Über eine neue Plattform der Begegnung haben industrieller Mittelstand und Rüstungsvertreter in München Kontakte knüpfen können ...

Angesichts der sich entwickelnden Lage auf der Welt, steigen die Ausgaben für Militärgüter und -Systeme. Gleichzeitig knickt die Nachfrage nach klassischen Produkten ein. Um das auszugleichen, suchen viele den Zugang zur Rüstungsindustrie. Dafür gibt es eine neue Chance ...(Bild:  NATO)
Angesichts der sich entwickelnden Lage auf der Welt, steigen die Ausgaben für Militärgüter und -Systeme. Gleichzeitig knickt die Nachfrage nach klassischen Produkten ein. Um das auszugleichen, suchen viele den Zugang zur Rüstungsindustrie. Dafür gibt es eine neue Chance ...
(Bild: NATO)

Angesichts der geopolitischen Zäsur und wachsender sicherheitspolitischer Anforderungen gewinnen Defence-Themen für den deutschen und europäischen industriellen Mittelstand zunehmend an strategischer Bedeutung. Die wirtschaftlichen Chancen sind der Treiber für neue Netzwerke. Die neue Medienmarke Aerospace & Defence der Vogel Communications Group (VCG), die Anfang Juli 2025 als europäisches, englischsprachiges Fachportal startete. wendet sich deshalb mit einen neuen Live-Event direkt an die Unternehmen, um die Vernetzung in diesem Wachstumsfeld zu unterstützen. Das geschah vor Kurzem das erste Mal in München. Hier das Resümee:

Das Thema Defence wird auch für ehemals Außenstehende interessanter

Mit rund 400 Teilnehmern aus über 230 vertretenen Organisationen und Unternehmen hat die erste Ausgabe der Fachveranstaltung „European Defence Supply“ in München ein starkes Signal gesetzt, wie es rückblickend heißt. Der Bedarf an Austausch, Orientierung und belastbaren Kontakten rund um europäische Defence-Lieferketten ist demnach hoch, was aber weit über die klassische Rüstungsindustrie hinausgeht. Die zweitägige Veranstaltung verstand sich bewusst nicht als reine Defence-Konferenz, sondern als Schnittstellenformat. Das Ziel war es, zivile Industrieunternehmen, Technologieanbieter, Zulieferer, Behörden und etablierte Defence-Akteure zusammenzubringen, um so Zugangsmöglichkeiten in sicherheitsrelevante Lieferketten transparenter zu machen. Entsprechend ausgedehnt war das Teilnehmerfeld: Vertreten waren Unternehmen aus über zehn Ländern und aus über 15 Branchen – darunter Elektronik und Elektronikfertigung, Software und IT, Maschinen und Sondermaschinenbau, Automatisierung und Robotik, Werkstofftechnik und Metallbe- und -verarbeitung. Aber auch die Logistik sowie der Automotive- und der Mobilitätssektor durften nicht fehlen. Auffällig sei gewesen, dass insbesondere das starke Interesse von Unternehmen, die bisher außerhalb klassischer Defence-Lieferketten agierten, den Einstieg in dieselben aber nun ernsthaft prüften.

Die neue Veranstaltung European Defence Supply fand Ende April in München das erste Mal statt. Denn der Bedarf nach Austausch und Vernetzung zwischen Industrie und Rüstungsvertretern ist riesig, weil die Dynamik so stark ist, sagt der Veranstalter Aerospace & Defence, eine Medienmarke der Vogel Communications Group (VCG).(Bild:  Benedikt Knüttel - www.bkfotofilm.de)
Die neue Veranstaltung European Defence Supply fand Ende April in München das erste Mal statt. Denn der Bedarf nach Austausch und Vernetzung zwischen Industrie und Rüstungsvertretern ist riesig, weil die Dynamik so stark ist, sagt der Veranstalter Aerospace & Defence, eine Medienmarke der Vogel Communications Group (VCG).
(Bild: Benedikt Knüttel - www.bkfotofilm.de)

Gelungener Austausch zwischen Industrie und Defence-Entscheidern

Den inhaltlichen Auftakt der Veranstaltung übernahm dabei General a. D. Chris Badia (ehemals bei der NATO) mit seiner Keynote zum Thema „Wie bewahrt die NATO ihren Vorsprung in einem sich stetig wandelnden, vielschichtigen Sicherheitsumfeld?“. Es folgten Beiträge von Generalmajor Michael Bender („BAAINBw“), von Oberst i. G. Dirk Harder (NATO) und von Oberst Matthias Puschnig (BMVG). Praxisnahe Impulse aus der operativen Realität mittelständischer Industrieunternehmen schlossen sich an. „Die European Defence Supply spiegelt den aktuell wachsenden Bedarf im Verteidigungsbereich wider. Die VCG hat diese Nachfrage schnell erkannt und gezielt den Austausch zwischen Industrie und Entscheidern ermöglicht“, kommentiert Dr. Thorsten Koch, Geschäftsführer von Comsol Deutschland, das Geschehen. Koch weiter: „Für uns als Enabler simulationsgetriebener Produktentwicklung boten sich sehr konkrete und konstruktive Anknüpfungspunkte bei zahlreichen Themen, die die Branche beschäftigen. Wir sind stolz, zu einer Beschleunigung von Innovation und technologischem Fortschritt beizutragen, die für Europa gerade jetzt entscheidend ist.“ Vertreten waren auch zentrale Akteure, wie das Bundesministerium der Verteidigung, das NATO Headquarter IMS, das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), sowie Unternehmen, wie Airbus Defence and Space, die Ariane Group und Radia. Damit stand der direkte Zugang zu relevanten Entscheidern entlang des Defence-Marktes offen.

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