Ausgeblendet EWM siegt gerichtlich über Produktpiraten

Redakteur: Alina Hailer

Das Landgericht Köln hat bestätigt, dass es bei gewissen Nachahmungen von Schweißgeräten eindeutig um das EWM-Design handelt. Jetzt ging es den Produktblendern an den Kragen.

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Gerichtserfolg! Die Schweißgeräte von EWM verfügen laut dem Landgericht Köln über einige USPs. Die Richter urteilten jetzt, das alle Nachahmungen vom Markt verschwinden müssen.
Gerichtserfolg! Die Schweißgeräte von EWM verfügen laut dem Landgericht Köln über einige USPs. Die Richter urteilten jetzt, das alle Nachahmungen vom Markt verschwinden müssen.
(Bild: EWM)

Nachdem der Schweißtechnikhersteller EWM im Jahr 2017 eine Klage gegen einen Händler von täuschend ähnlich aufgemachter Schweißtechnik eingereicht hatte, gab das Landgericht Köln dem Unternehmen nun recht. Die hauptsächlich in Sachen Design nachgeahmten Geräte müssen aufgrund ihres Aussehens und wegen irreführender Werbeaussagen vom Markt genommen werden.

Plagiatoren boten täuschend echt aussehende EWM-Schweißtechnik an

Nach dem mehrjährigen Rechtsstreit sind die Nachahmungen von EWM-Produkten nun gänzlich vom Markt genommen worden, heißt es weiter. Das Gericht hielt in seinen Gründen unter anderem fest, dass die Schweißgeräte von EWM über eine „überdurchschnittliche wettbewerbliche Eigenart“ verfügen. Auch der Deutsche Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V., der EWM von Anfang an unterstützte, hat sich dieser Argumentation angeschlossen.

Die farbliche und grafische Gestaltung der nachahmenden Schweißgeräte war laut Landgericht dazu geeignet, Kunden zu täuschen. Nach dem erfolgreichen Verfahren kam es zu einer außergerichtlichen Einigung. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Das Urteil aus Köln gilt als wichtiges Signal für die Branche. „Das Urteil beweist, dass man sich gegen Nachahmer wehren muss und Erfolg haben kann,“ konstatierte Wiebke Szczesny-Bersch, EWM-Vorstand.

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