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Event Experten diskutieren – Quo vadis Instandhaltung?

| Redakteur: Sebastian Hofmann

Zur Premiere der In.Stand hat die Messe Stuttgart einen Round Table mit Instandhaltungsexperten veranstaltet. Im Fokus: aktuelle Problemstellungen und Trends.

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Mit dabei beim Round Table waren Instandhaltungsexperten aus Verbänden und der Forschung sowie Anbieter.
Mit dabei beim Round Table waren Instandhaltungsexperten aus Verbänden und der Forschung sowie Anbieter.
(Bild: Messe Stuttgart )

Die Runde diskutierte unter anderem, wie sich die Rezession in Deutschland auf den Instandhaltungssektor auswirken wird. Für Pilz-Vetriebsleiter Martin Frey gab es noch keinen Grund für Pessimismus: „Gerade in dieser scheinbaren Krise sehe ich die Chance, voranzukommen.“ Unternehmen müssten sich dazu vor allem auf die Entitäten zurückbesinnen, die sie haben. „Das heißt bezogen auf Maschinen: Retrofit-Projekte durchführen. Und bezogen auf Mitarbeiter: in Aus- und Weiterbildung investieren.“ „Mit Blick auf den demografischen Wandel geht es um die Frage: Wie können wir bestehendes Wissen halten und ausbauen?“, pflichtete Thomas Thurner, Vorstand des VDE-Bezirksvereins Württemberg, bei. Viele Mitarbeiter gingen heute noch in Rente, ohne ihr Know-how weiterzugeben.

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Fachkräftemangel und Digitalisierung

Auch das Image der Instandhalter-Berufe müsse aufpoliert werden, waren sich die Experten einig. „Die Produktion ist heute für viele einfach nur ein schmutziges Arbeitsumfeld“, so Fraunhofer-IPA-Wissenschaftler Siegfried Stender. „Digitalisierung wertet den Beruf auf.“ „Die Offenheit gegenüber digitalen Technologien braucht deshalb jeder, der für junge Fachkräfte attraktiv sein will“, ergänzte GS-Group-Geschäftsführer Christoph Brüntrup.

Wie weit die Instandhaltung heute beim Thema Digitalisierung ist, lasse sich so pauschal nicht beantworten, meinte Stender. „Viele Unternehmen sind auf dem Weg - kleinere tendenziell nicht so weit wie größere.“ Das hänge mit dem erhöhten Risiko zusammen, das entsprechende Investitionen vor allem für KMU bringen können. „Gleichzeitig profitieren die kleineren Betriebe aber oft durch ihre höhere Flexibilität und ihren Unternehmergeist.“

Neues Messeformat In.Stand in Stuttgart

Wer sich noch tiefergehend zu Themen rund um die Instandhaltung informieren möchte, kann am 23. und 24. Oktober die In.Stand in Stuttgart besuchen. „Unsere Halle ist komplett ausgebucht“, freut sich Projektreferent Yannik Stäbler von der Messe Stuttgart. „Über 70 Aussteller werden mit dabei sein. Außerdem gibt es ein interessantes Fachforum und eine Sonderschau.“ Mit dem neuen Format wolle die Messe eine breite Zielgruppe ansprechen, so Stäbler. „Angefangen beim klassischen Servicetechniker und Instandhalter über den Maschinen- und Anlagenbau bis hin zur Automobilindustrie und Zulieferern.“

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