Nachwuchssicherung

Fachkräfte für die Produktion von morgen heute ausbilden

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Um diese Komplexität zu beherrschen, hat man sich für eine zentrale Produktion lokalisierter und individualisierter Produkte entschieden. Die Serviceorganisation ist bei der zunehmenden Internationalisierung auch ein wichtiger Punkt. „Wir sehen die Betreuung der Kunden über den Service als dezentrale Funktion“, sagt Uwe Grundmann, Leiter Produktionszentrum, Kaeser Kompressoren AG, Coburg.

Mitarbeiter müssen in Prozessen denken

„Das Denken in Prozessen ist es, auf das es bei den Mitarbeitern ankommt“, betont Grundmann. Standardisierungs- und Flexibilisierungsaktivitäten sollen die Mitarbeiter befähigen, den Anforderungen gerecht zu werden. So sorgt das Unternehmen beispielsweise für Trainings zur schlanken Produktion für alle Mitarbeiter und standardisiert Einrichtungen, Abläufe, Schnittstellen sowie Produkte. Die auch bereichsübergreifende Rotation ist ebenfalls eine Qualifizierungsmaßnahme, die das Prozessdenken verbessern soll, indem die Mitarbeiter andere Prozesse und Bereiche kennenlernen und so den Gesamtprozess besser verstehen.

„Der Wettbewerbsdruck auf den internationalen Märkten führt dazu, dass innovative und kundenindividualisierte Produkte in kürzester Zeit auf den Markt gebracht werden müssen“, so Grundmann. Das Unternehmen muss effizienter und schneller produzieren und setzt auf eine flexible Fertigung mit intelligenter Arbeitsorganisation. Die damit verbundenen Prozesse sind komplex, technisch anspruchsvoll und erfordern kompetente Fachkräfte. „Wir müssen neue Wege der Aus- und Weiterbildung suchen“, betont Grundmann. Die Anforderungen an die Mitarbeiter sind Fachkompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Geschäftsprozesskenntnisse und Teamorientierung.

Qualifizierten Nachwuchs auf Facharbeiterebene ausbilden

Ein neues Berufsbild, das auf die Anforderungen einer modernen Produktion zugeschnitten ist, ist das des Produktionstechnologen. Kaeser ist eines der Unternehmen, das diesen Ausbildungsberuf zusammen mit Berufsschulen schon anbietet. Wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn, erklärt, wird mit der Berufsausbildung zum Produktionstechnologen auf der Facharbeiterebene qualifizierter Nachwuchs gebildet, der Produktionsprozesse gestaltet und sichert. Es handele sich um ein Berufsbild mit prozessorientierter, produktions- und informationstechnischer Ausrichtung sowie mit übergreifenden Kommunikations-, Organisations- und Technologiekompetenzen.

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