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Nachwuchssicherung Fachkräfte für die Produktion von morgen heute ausbilden

| Redakteur: Claudia Otto

Die im Zuge einer intelligenten Produktion zunehmende Integrationstiefe in den Unternehmen erfordert kompetente Mitarbeiter auf allen Ebenen, mit einem übergreifenden, gemeinsamen Verständnis von den Prozessen. Neue Berufsbilder und Ausbildungswege orientieren sich daher an den Geschäftsprozessen.

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Der demografische Wandel verschärft den Wettbewerb um die Arbeitskräfte von morgen. Ausbildung hat daher bei Heidelberg einen hohen Stellenwert.
Der demografische Wandel verschärft den Wettbewerb um die Arbeitskräfte von morgen. Ausbildung hat daher bei Heidelberg einen hohen Stellenwert.
(Bild: Heidelberger Druckmaschinen AG)

Wie werden wir morgen produzieren? So lautet der Titel einer aktuellen Studie, die das Bundesinnenministerium auf Empfehlung des VDMA Ost in Auftrag gegeben hat. Die Untersuchung zeigt zentrale Trends auf und liefert Antworten für den ostdeutschen Maschinenbau. Die von der TU Chemnitz unter Leitung von Prof. Egon Müller, Leiter der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetriebe am Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme der TU Chemnitz, durchgeführte Studie stellt die Entwicklung der kommenden 10 bis 15 Jahre dar und leitet konkrete Handlungsempfehlungen ab.

So wird beispielsweise untersucht, welche Auswirkungen die Fabrik der Zukunft auf die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften hat. Denn: „Die Herausforderungen der intelligenten Produktion bestimmen die Anforderungen an die Fachkräfte von morgen“, betont Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost.

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Tätigkeits- und Kompetenzprofile verändern sich

Die Veränderungen im Unternehmensumfeld gehen aus von der Globalisierung, von Umweltveränderungen (wie Ressourcenknappheit, Wettbewerbsdruck, neuen Technologien, neuen Produkten, kurzen Lebenszyklen), der Automatisierung, IT-Durchdringung, Vernetzung, Konvergenz von Technologien sowie demografischen Veränderungen und der Fachkräfteknappheit. Der Studie zufolge sind die Herausforderungen, die infolge dieser Veränderungen entstehen, nur durch eine entsprechende Gestaltung und ein optimales Zusammenwirken von Mensch, Technik und Organisation zu bewältigen.

Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen seien dabei die Mitarbeiter. „Es muss systematisch etwas gegen den Fachkräftemangel getan werden“, mahnt Müller. Dies sei vor allem in Ostdeutschland vonnöten, weil dort viele Fachkräfte abwandern. Die genannten Herausforderungen führen laut Müller zu veränderten Tätigkeits- und Kompetenzprofilen, die es gezielt und nachhaltig zu entwickeln und dynamisch an die aktuellen Erfordernisse anzupassen gilt. Dabei seien entsprechende Vorlaufzeiten zu berücksichtigen.

Kaeser Kompressoren kümmert sich intensiv um die Fachkräftesicherung

Ein Unternehmen, das dies erkannt hat und sich intensiv um die Fachkräftesicherung und -qualifizierung bemüht, ist die Kaeser Kompressoren AG. Das Unternehmen hat weltweit 60 Niederlassungen und 40 Partner. Von den rund 4200 Mitarbeitern sind etwa 1900 in Deutschland tätig. Die Internationalisierung stellt das Unternehmen beispielsweise vor die Herausforderung einer steigenden Produkt- und Prozesskomplexität bei einem unbeschränkten Typenmix.

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