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Fahrerlose Transportsysteme sollen schneller werden

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Hintergrund: Bisher haben FTF nur innerhalb von Produktionshallen den Materialtransport automatisiert – und das aus Sicherheitsgründen nur im Schritttempo. Jetzt sollen sie nach Vorstellung der Beteiligten auch lange Transportwege zurücklegen – in entsprechender Geschwindigkeit. Das Projekt SaLsA entwickelt deshalb autonome FTF, die sich erstmals auch außerhalb von Produktions- und Lagerhallen in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung mit klassischen Gabelstaplern oder Lastwagen und Fußgängern sicher und gleichzeitig schnell bewegen.

Verbundene Daten werden zu einem Gesamtmodell verknüpft

Die technische Herausforderung besteht in der Verbindung von Daten der Fahrzeugsensoren, stationärer Sensoren sowie weiteren Informationsquellen wie Kartendaten oder Prozessinformationen. Sie werden zu einem Gesamtmodell der Umgebungssituation verknüpft. Aus diesem Umgebungsmodell ergibt sich durch den Einsatz von Prädiktionstechniken ein Echtzeit-Planungshorizont für die möglichen Bewegungen aller mobilen Objekte, den die FTF für ihre eigene Bahnplanung nutzen können, schreiben die Wissenschaftler. So kann ein effizienter, schneller und sicherer Weg gewählt werden, versichern die Forscher. Dass das funktioniert, davon konnten sich die Besucher der Industriemesse überzeugen. Doch neben der Technik ist es vor allem wichtig, die rechtlichen Rahmenbedingungen für diesen Anwendungsfall (Haftungsrisiko) aufzustellen. Ähnliche Fragen beschäftigen seit einigen Jahren auch die Autobauer weltweit. Lösungen sind auch dort noch nicht gefunden.

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