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Auch unkonventionelle Lösungen sind auf der AMB zu sehen – etwa die neuartige Bürste von RSA cutting systems GmbH, die unsaubere Kanten bei der zerspanenden Bearbeitung von Carbon-faserverstärkten Werkstoffen (CFK) schnell und auf Wunsch auch automatisiert verrundet. Projektleiter Benjamin Gatzlaff bei dem Spezialisten für Sägen, Entgraten und Bürsten: „Unsere Kompetenz besteht darin, dass wir ein widerstandsfähiges Bürstenmaterial entwickelt haben, das die entstehende Temperatur schnell abführt und so das thermoempfindliche Material schont.“
Werkzeuge leisten wichtigen Beitrag
Mit der Textilstruktur der Faserwerkstoffe beschäftigt sich Dr. Simon Küppers, stellvertretender Abteilungsleiter Faserverbundtechnik am Institut für Textil- und Verfahrenstechnik ITV Denkendorf, in seinem Vortrag „Faserverbundtechnik, Verbindungstechnik und Organobleche“ am Freitag. Die Textiltechnik könne durch „kraftflussgerechte Faserablage“ zusätzlich helfen, das Gewicht von Bauteilen weiter zu reduzieren. Darüber hinaus ließen sich smarte Funktionen integrieren und Harzsysteme könnten Zusatzfunktionen übernehmen.
Einen wesentlichen Beitrag, um die Prozesssicherheit zu erhöhen, leisten die Präzisionswerkzeugehersteller wie die Mapal Dr. Kress GmbH, die beispielsweise Bohrer vorstellt, mit denen sich sogenannte Stack-Materialien, Verbundwerkstoffe aus Composites und Metall in einem einzigen Schritt aufbohren lassen, und das mit präzisen Bohrungen im Toleranzbereich H8 und einem Prozessfähigkeitsindex CpK von mehr als 1,4. Einen Spezialbohrer zeigt auch LMT. Der ‚DFC Compression Mill‘ komprimiert durch seine Formgebung das Material und verhindert so die gefürchtete Delamination.
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