Es gibt andere Chancen Gescheitertes Kampfjet-Projekt führt zu Erkenntnissen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der deutsch-französische Kampfjet (FCAS) wird niemals starten, hat man kürzlich entschieden. Doch es winken anderen Kooperationsmöglichkeiten ...

Ab heute läuft die Rüstungsmesse Eurosatory in Paris, wo es auch Drohnen zu sehen gibt. Viele deutsch Aussteller sind dort. Aber das deutsch-französische Geschäft mit der Entwicklung neuer Waffensysteme ist kein leichtes, wie das gescheiterte FCAS-Projekt zeigt. Aber man ist offen für andere Partner ...(Bild:  J. Chesterfield)
Ab heute läuft die Rüstungsmesse Eurosatory in Paris, wo es auch Drohnen zu sehen gibt. Viele deutsch Aussteller sind dort. Aber das deutsch-französische Geschäft mit der Entwicklung neuer Waffensysteme ist kein leichtes, wie das gescheiterte FCAS-Projekt zeigt. Aber man ist offen für andere Partner ...
(Bild: J. Chesterfield)

Nach dem Scheitern des Kampfjet-Projektes FCAS (Future Combat Air System) fordert Deutschlands Rüstungsindustrieverband (BDSV) Lehren für künftige Vorhaben. FCAS ist passé, doch andere europäische Kooperationen sind ohne Weiteres denkbar, sagte Hans Christoph Atzpodien, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie der dpa vor der Pariser Rüstungsmesse Eurosatory. Man hatte das milliardenschwere Vorhaben 2017 begonnen, aber nicht wesentlich vorangebracht. Es gibt auch noch ein deutsch-französisches Panzervorhaben unter dem Kürzel MGCS, durch das der französische Leclerc und der deutsche Leopard 2 ersetzt werden sollen.

Man findet oft keinen Konsens bei Rüstungsprojekten

Den Gedanken zu einer verstärkten europäischen Zusammenarbeit wolle und dürfe man nicht aufgeben. Der frühere Chef der Thyssenkrupp-Marinetochter weiter: „Wir müssen uns nur noch mehr damit befassen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit solche Projekte erfolgreich werden!“ Dabei geht es seiner Meinung nach vor allem darum, die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Regierungen und Unternehmen im ehrlichen Schulterschluss zu harmonisieren. Aber Europas Rüstungsbranche ist derzeit offensichtlich auch relativ zersplittert, muss man sagen. Kritiker bemängeln etwa zu viele nationale Alleingänge, wodurch ein Wildwuchs an unterschiedlichen Waffensystemen entstanden ist, der eine schnelle und effiziente Rüstungsproduktion – und damit eine optimale Verteidigungsfähigkeit Europas – mehr oder weniger ausbremst. Und auch das Projekt MGCS könnte zum Rohrkrepierer werden, wie sich wiederum Armin Papperger, Chef von Rheinmetall ausdrückte.

Rund 100 deutsche Experten auf der Eurosatory

Der BDSV betont allerdings die starke Präsenz deutscher Rüstungsfirmen auf der französischen Messe Eurosatory. Die rund 100 Unternehmen, die als Aussteller in Paris auftreten, zeigen laut Atzpodien, dass man sich international präsentieren und vernetzen will, wobei Deutschland auch an Kooperationen mit anderen internationalen Partnern interessiert ist. Die Eurosatory ist eine der größten Rüstungsmessen der Welt. Gut

2.600 Aussteller aus 68 Staaten präsentieren dort vom 15. bis 19. Juni ihre Waffensysteme – von Panzern und Artilleriegeschützen bis hin zur passenden Munition sowie Drohnen und anderes Militärisches.

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