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Für Unternehmen, die große Mengen an Waren vorfinanzieren müssen, ist das Finetrading ein attraktives Finanzierungsinstrument. Der Ablauf des Finetrading gleicht einem normalen Handelsgeschäft – mit dem Unterschied, dass drei Parteien beteiligt sind: Der Finetrader, der die Ware kauft, der Lieferant und der eigentliche Abnehmer.
Im ersten Schritt kauft der Finetrader die Ware und erhält Rechnung und Lieferschein. Die Ware wird dann aber nicht an ihn sondern an den eigentlichen Käufer gesandt. Mit diesem macht der Finetrader einen weiteren Kaufvertrag zum in der Regel selben Preis aus. Das Zahlungsziel wird dabei individuell und nach Wunsch so weit verlängert, dass Unternehmen ihre Transport- und Produktionszeiten überbrücken können.
Finetrading für Handels- und Industriekonzerne zunehmend von Bedeutung
Ein Vorteil des Finetrading gegenüber dem Factoring liegt darin, dass hier jeder Vertrag neu ausgehandelt und ausgewählt werden kann. Rahmenverträge wie beim Factoring sind insbesondere für Kleinunternehmen häufig unkalkulierbare Kostenfallen. Finetrading gewinnt für Handels- und Industriekonzerne immer mehr an Bedeutung: Das Großunternehmen am Ende der Lieferkette agiert als Zwischenhändler und finanziert die verhandelte Bestellung vor. Auf diese Weise stabilisiert es seine Lieferkette.
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