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Folienrecycling klappt jetzt mit 1000 Kilo pro Stunde

| Redakteur: Peter Königsreuther

Starlinger aus Wien hat sich, wie es heißt, die vielen Kundenwünsche zu Herzen genommen und mit einer weiteren Recostar dynamic den Kapazitätsbereich für die Verarbeitung von Folienwertstoffen erhöht.

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Mit der Recostar dynamic 145 reagiert der Maschinenbauer Starlinger auf viele Kundenwünsche, die, wie es heißt, beim Folienrecyceln einen Materialausstoß von 1000 kg/h fordern. Das System reihe sich folglich zwischen die Modelle Recostar dynamic 125 und 165 ein und verarbeite sowohl Industrie- als auch Post-Consumer-Werstoffe sehr materialflexibel sowie unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Verschmutzungen.
Mit der Recostar dynamic 145 reagiert der Maschinenbauer Starlinger auf viele Kundenwünsche, die, wie es heißt, beim Folienrecyceln einen Materialausstoß von 1000 kg/h fordern. Das System reihe sich folglich zwischen die Modelle Recostar dynamic 125 und 165 ein und verarbeite sowohl Industrie- als auch Post-Consumer-Werstoffe sehr materialflexibel sowie unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Verschmutzungen.
(Bild: Starlinger)

Anfang 2018, erinnert sich Starlinger, wurde die als Recostar dynamic 145 bezeichnete Anlage ins Portfolio aufgenommen, um den Kapazitätsbereich von rund 1000 kg/h optimal abzudecken. Die ersten drei Anlagen werden derzeit in Betrieb genommen, weitere Anlagen wurden bereits verkauft, heißt es.

Die "goldene Mitte" in Sachen Ausstoß geschaffen

Den Anstoß dazu gaben zahlreiche Anfragen aus dem Bereich Post-Consumer-Folie (zum Beispiel Folienverpackung, Agrarfolie), die mehrheitlich einen Durchsatz von etwa 1000 kg/h forderten, so Starlinger. Die bis dahin verfügbaren Anlagen, wie die Recostar dynamic 125 beziehungsweise 165 (die Zahlen geben den Schneckendurchmesser in Millimeter an), waren für diese Ausstoßmenge leicht unter- respektive überdimensioniert, heißt es. Deshalb habe Starlinger recycling technology die Recostar dynamic 145 aus der Taufe gehoben, welche für diese Mengen ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweise und dadurch auch wirtschaftlich sehr attraktiv sei.

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Materialflexibles Recyclingsystem

Die Anwendungsbereiche der Recostar dynamic sollen facettenreich sein. Dabei soll es egal sein, ob es sich bei den zu verarbeitenden Polymerwertstoffen um Industrie- oder Post-Consumer-Abfall, feuchtes oder stark bedrucktes Material handle. die Anlage wird in diesem Punkt als äußerst flexibel beschrieben und erlaubt auch eine kundenspezifische Anpassung. Eine zentrale Komponente ist der sogenannte Smart-Feeder, der laut Hersteller das Material trocknet, verdichtet und darüber hinaus für ein homogenes Mischungsverhältnis sorgt.

Vervierfachte Schmelzeoberfläche erleichtert Entgasung

Für Post-Consumer-Folie und stark bedrucktes Material verweist Starlinger auf die Hochleistungsentgasung C-VAC, die nach dem Filter integriert wird und sich unabhängig vom Extruder steuern lässt. In der C-VAC werde die Schmelzeoberfläche um 300 % vergrößert, wodurch Gase effizient abgeschieden und Lufteinschlüsse im Regranulat vermieden würden. Davon profitieren sollen vor allem Folien-Recycler, weil Fremdsubstanzen wie Druckfarbe, Feuchtigkeit und Verschmutzungen, die Gasbildung während der Extrusion deutlich steigern können. Auch das sogenannte „reco-Paket“ der Recostar dynamic ist ein Gewinn, denn es spart Kosten und schont die Umwelt, indem es den Energieverbrauch um etwa 10 % senkt, betont Starlinger.

Hohe Recyclat-Qualität für neue Folien geeignet

Die neue Anlagengröße stoße schon auf positive Resonanz: Bereits kurz nach der Einführung konnte Starlinger recycling technology die ersten Auftragseingänge verzeichnen, heißt es. Und in Kürze sollen drei Anlagen in Betrieb gehen, die verschiedene Arten von Folien (LDPE / LLDPE / HDPE, Agrarfolie beziehungsweise Produktionsabfall) wieder in gebrauchsfähiges Kunststoffmaterial verwandeln. Alle Anlagen, merkt Starlinger an, sind mit dem C-VAC-Modul ausgestattet und verarbeiten Material mit 4 bis 10 % Feuchtigkeitsanteil. Durch die so erreichbare ausgezeichnete Recyclat-Qualität, werde das Regranulat weitgehend zur erneuten Herstellung von Folien verwendet. MM

(ID:45693066)