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Schülerinnen mit Praxisprojekten, Berufsinfotagen und Ferienpraktika neugierig machen
„Wir in der Automobilindustrie möchten natürlich gerne mehr Frauen im Unternehmen haben, weil ein großer Teil unserer Kunden Frauen sind. Das heißt, wir brauchen einfach Frauen im Unternehmen, die die Wünsche und die Ideen von Frauen in die Fahrzeuge mit einbringen“, erklärt Birgit Kendziora. Um Schülerinnen neugierig zu machen, bietet Ford unter anderem Praxisprojekte und Berufsinfotage im Ausbildungszentrum sowie Ferienpraktika an. Es gibt aber auch Maßnahmen oder Veranstaltungen, wo Mädchen sich vor Ort einfach nur Werkstätten anschauen, um sich ein Bild zu machen, wie eigentlich ein technischer Arbeitsbereich aussieht.
Besonders wichtig ist der Kontakt mit weiblichen Auszubildenden, damit die Schülerinnen sehen, „dass das auch ganz normale Mädchen sind, die trotz technischer Berufe Make-up und lackierte Fingernägel tragen“. Die Mädchen sehen auch die Produktentwicklung, die Arbeitsplätze von Ingenieurinnen und Ingenieuren und können selber an Projekten mitarbeiten. „Das ist eine breite Palette, die immer auf dem Prinzip fußt: zu uns kommen, sich alles angucken, hier vor Ort Dinge selber ausprobieren, Praxiserfahrungen sammeln und selber feststellen, ob ein technischer Beruf auch etwas für einen wäre.“
Infotag und Praktikum weckten Interesse am Ingenieurberuf
Pro Jahr nehmen etwa 800 bis 1000 Schülerinnen der Jahrgangsstufen 7-13 an mehr als 45 FiT-Veranstaltungen teil. „Und immer wieder treffe ich später junge Frauen in der Ausbildung, die vorher in einer der FiT-Maßnahmen waren“, freut sich Birgit Kendziora.
Wie etwa Olga Fedtschenko. Die 20-jährige macht gerade ein duales Studium, das heißt, sie absolviert parallel zur Ausbildung als Elektronikerin ein Elektrotechnik-Studium. Kontakt zu Ford hatte sie über einen Informationstag bekommen, danach ein zweiwöchiges Praktikum absolviert und sich später um einen Ausbildungsplatz beworben. „Bei den FiT-Maßnahmen habe ich mitbekommen, wie bei Ford ausgebildet wird. Das hat mir alles sehr gut gefallen und danach habe ich mich halt dafür entschieden“, sagt die Auszubildende.
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