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Schnupperstudium: Produktentwicklung in der Automobilindustrie
Um Mädchen ingenieurwissenschaftliche Studiengänge näher zu bringen, organisiert FiT eine Reihe von Informationsmaßnahmen, darunter zusammen mit der Fachhochschule Köln das Sommerferienprogramm Try-Ing, das vor allem Schülerinnen ab der Jahrgangstufe 11 ansprechen soll. In diesem Sommer haben 20 junge Frauen die Produktentwicklung in der Automobilindustrie und die Ausbildungsinhalte des Maschinenbau-Studiums, Fachrichtung Fahrzeugtechnik, kennengelernt.
Die Schülerinnen absolvierten ein einwöchiges Schnupperstudium an der Fachhochschule und waren danach für eine weitere Woche im John-Andrews-Entwicklungszentrum der Ford-Werke. Sie haben dort an Projekten mit Themen wie CO2 -einsparende Technologien, Berechnung von CAD-Daten an Prototypen mitgearbeitet oder sich mit Fragestellungen wie „Warum fängt es an zu piepen, wenn ich mich nicht anschnalle?“ oder „Wie fühlen sich Schalter an?“ befasst. Initiiert wird das „Try-Ing“-Programm vom Women’s Engineering Panel (WEP), einen Zusammenschluss von Ford-Ingenieurinnen und von FiT.
Automobilhersteller Ford mit den Ergebnissen zufrieden
Eine weitere Zielgruppe der Ford-Aktivitäten sind Lehrkräfte, die sich für die Berufsorientierung in der Schule „fit“ machen wollen. Informationstage, Fortbildungen und Praktika beim Kölner Autobauer sollen Einblick in technische Arbeitsfelder vermitteln und die Chancen für Frauen in diesen Bereichen deutlich machen. Ergänzend bietet Ford den Schulen Unterstützung bei Elternabenden zum Thema „Berufswahl“ an.
Und was bringt das für das Unternehmen? Birgit Kendziora bekennt: „Mit den Ergebnissen sind wir mehr als zufrieden, wenn nicht gar etwas stolz.“ Durch die Aktivitäten hat sich der Mädchenanteil in technischen Berufspraktika seit 1999 kontinuierlich von sieben auf durchschnittlich 25 Prozent erhöht. Der Anteil der weiblichen Auszubildenden in den gewerblich-technischen Berufen ist gestiegen, auf heute 18 Prozent. Das ist in vergleichbaren Berufen mehr als das Dreifache des Bundesdurchschnitts, der bei knapp fünf Prozent liegt. „Über alle Ausbildungsberufe gesehen haben die FiT-Aktivitäten dazu geführt, dass der Anteil von Frauen von 13 auf 22 Prozent gesteigert wurde“, erklärt Kendziora.
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