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Biobasierte Kunststoffe Forscher machen aus Krabben-Schalen-Abfall Polyamid

| Autor / Redakteur: Volker Sieber und Lars O. Wiemann / Peter Königsreuther

Um von fossilen Ressourcen für die übliche Kunststoffherstellung unabhängiger zu werden, forscht man seit einigen Jahren an Ausgangsmaterialien aus der Natur. Chitinhaltige Fischereiabfälle können in diesem Rahmen eine wichtige Rohstoffquelle sein.

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Frischer Fang! Doch was passiert mit den Schalen? Findige Forscher machen daraus jetzt biobasierten Kunststoff...
Frischer Fang! Doch was passiert mit den Schalen? Findige Forscher machen daraus jetzt biobasierten Kunststoff...
(Bild: KSB)

Nach aktuellen Schätzungen fallen jährlich weltweit 6 bis 10 Mio. t, in den 28 EU-Staaten alleine circa 280.000 t, chitinhaltiger Fischereiabfälle aus der Krustentierverarbeitung an – mit steigender Tendenz [1]. Diese immense Menge muss rechtlich verankert innerhalb der EU entsorgt werden. Speziell KMU entlang der irischen, englischen sowie polnischen Küsten stellt diese recht teure Entsorgung vor große oder gar existenzbedrohende Herausforderungen – dieser Problematik will das EU-geförderte Projekt Chibio begegnen.

Die Bioraffinerie stand Pate

Ende 2011 nahm dann das internationale Chibio-Team mit Partnern aus Wissenschaft, Forschung und Industrie unter der Leitung der Straubinger Projektgruppe Biocat seine Arbeit mit dem Ziel auf, einen mehrstufigen Prozesses nach dem Prinzip einer Bioraffinerie zu etablieren, mit dem aus dem Chitin der Krabbenschalen werthaltige, biobasierte Monomere (kurze Grundbausteine) für die Kunststoffherstellung gewonnen werden können.

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