Frauenförderung

Frauen müssen die gläserne Decke durchbrechen

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„Diese sind in der Argumentation zum Teil sogar gegensätzlich, aber zusammen wirken sie wie ein Sperrmechanismus gegenüber Frauen“, so Wippermann. Die drei Typen unterteilen sich in:

  • erstens die Konservativen. Sie haben noch nie viel von Frauen als Führungskräften gehalten. Sie wollen Frauen in hohen Positionen prinzipiell nicht, weil sie ihrer Auffassung nach die eingespielten, bewährten Zirkel und Netzwerke der Männer stören.
  • zweitens die Aufgeschlossenen. Sie sind der Meinung, Frauen müssten eigentlich viel stärker in Spitzenpositionen vertreten sein, aber das passt nicht zu ihrer Rolle. Denn sie schreiben Frauen die Eigenschaften weich, kommunikativ und nachhaltig denkend zu und diese lassen sich ihrer Einschätzung nach nicht mit der Härte, die man für einen Führungsposten braucht, vereinbaren.
  • drittens die Männer mit individualistischer Grundhaltung. Sie betrachten die ganze Geschlechterdiskussion laut Wippermann als überflüssig und sind der Überzeugung, dass es einfach zu wenig Frauen gibt, die überhaupt Spitzenjobs anstreben.

Frauen müssen besser sein als Männer

Weil es diese unsichtbaren Barrieren in den Köpfen der Männer gibt, gelingt es heute immer noch nur wenigen Frauen, die gläserne Decke zu durchstoßen, wie Wippermann erklärt. Frauen müssten daher besser sein als Männer, um nach oben zu kommen.

Auch handele es sich um eine Frage des Verhaltens und der geschlechtsspezifischen Einstellung: „Männer machen häufiger und früher Karrieresprünge. Und für Männer ist es normal, Stufen mehrfach zu überspringen. Frauen haben da eine andere Perspektive, Männer gehen an die Sache viel offensiver heran“, sagt Wippermann.

Frauen verhandeln anders

Auf mangelndes Durchsetzungsvermögen in Verhandlungen führt Dr. Cornelia Topf, Geschäftsführerin von Metatalk, den geringen Anteil von Frauen in Führungspositionen größtenteils zurück. Laut Topf liegen die weiblichen Stärken bei der Verhandlungsführung in der emotionalen Intelligenz.

„Mit emotionalem Verhandlungsgeschick zum Führungserfolg“, hieß daher das Thema ihres Workshops auf dem Womenpower-Kongress. Sie zielte darauf ab, die Fähigkeiten zu vermitteln, die notwendig sind, um in Verhandlungen mit emotionaler Intelligenz mehr zu erreichen und seine Ziele durchzusetzen. Dabei hänge der Verhandlungserfolg von der geschickten Verhandlungsvorbereitung sowie von der Auswahl und dem Einsatz geeigneter Verhandlungsstrategien ab.

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