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Emotionen spielen nach Meinung der Expertin in Verhandlungen ebenfalls eine tragende Rolle. Denn wer den menschlichen Bedürfnissen nach Anerkennung, Nähe und Autonomie Beachtung schenke, müsse seltener mit negativen Gefühlen verhandeln. Sie ermutigte daher Frauen und gerade auch Männer, in Verhandlungen auf Wertschätzung, Anteilnahme, Spaß, Sympathie, Empathie und Authentizität zu setzen.
Männer nutzen zu viel Vertrauen von Frauen aus
Dies verspreche Verhandlungserfolg und damit auch Führungserfolg. Allerdings mahnte sie Frauen auch zu Vorsicht in Verhandlungssituationen: „Zu schnell zu viel Vertrauen zu schenken, kann gefährlich sein, weil Männer es ausnutzen könnten!“
Frauen seien darüber hinaus gefährdet, bei ihrem Handeln zu wenig an sich selbst zu denken: „In dem Moment, in dem wir Frauen nur noch an andere denken und nur für andere verhandeln, bleiben wir unter Umständen selbst auf der Strecke“, mahnte Topf.
Frauen brauchen Netzwerke für die Karriere
Des Weiteren wies sie auf Untersuchungen der Universität Hohenheim hin, die zu dem Ergebnis kamen, dass Frauen entsprechende „Gefährtinnen“ für den Aufstieg brauchen. Als Einzelkämpferinnen seien sie eher schlecht. Sie brauchen Netzwerke, um ihr Verhandlungsgeschick abrufen und aufsteigen zu können, zitierte Topf die Universität.
Männern rät die Expertin: „ Zeigt mehr Emotionen in Verhandlungen! Dies tut dem Verhandlungserfolg gut! Dies tut dem Aufstieg in eine Führungsposition gut!“ Frauen empfiehlt sie: „Stellt Euch dem Verhandlungswettbewerb! Verhandelt auch Eure eigenen Ziele mit Vehemenz! Schafft Euch Teams!“
Nach oben geht es nur mit dem Chef
„Ich bin hier der Boss!“, lautete der Titel des Workshops, der sich um Herausforderungen, Stolpersteine und Ressourcen einer Führungskarriere in technischen Unternehmen drehte. Denn nach Angaben des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) scheinen viele Frauen gerade in technischen Unternehmen Schwierigkeiten mit der Karriereentwicklung zu haben.
Simone Hofer aus der VDMA-Gesellschaft für Forschung und Bildung hatte dazu Regina Rüchel, Dräger Safety AG & Co. KGaA, und Bettina Wache-Möhle, Wache GmbH & Co. KG, eingeladen. Die beiden Führungskräfte aus technischen Unternehmen standen den Teilnehmerinnen Rede und Antwort.
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