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Schadensmanagement Für die Dokumentation darf die Kamera nicht fehlen

Autor: Simone Käfer

Bei jährlich rund 400 Schäden im Wareneingang ist ein schnelles, unkompliziertes und vollständiges Protokollieren der Vorfälle wichtig für den Logistikdienstleister DTC. Daher suchte das Unternehmen Handhelds mit Kamera.

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(DTC)

Als Kooperationspartner von drei Stückgut-Netzwerken bewegt DTC pro Monat 120.000 Packstücke. Sichtbare Beschädigungen an der Ware oder der Verpackung müssen dem Versandpartner bereits eine Stunde nach dem Ende der Entladung mitgeteilt und mit drei Fotos bewiesen werden. In der Hektik des frühmorgendlichen Warenumschlags im Stückgut-Hub von DTC war das frühere Verfahren an seine Grenzen gestoßen. Für jeden Schaden musste eigens eine Kamera geholt, der Mangel fotografiert und die Kamera zurückgebracht werden. Danach wurden die Bilder manuell auf den Server übertragen und von einem Sachbearbeiter im Büro einzeln der jeweiligen Sendungsnummer zugeordnet. Bei dem hohen Aufwand wurden manche Schäden erst gar nicht aufgenommen.

Für ein klar strukturiertes und schnelles Dokumentieren von Schäden wandte sich IT-Leiter Peter Wedig an den Systemintegrator Norlan. Dieser empfahl die Handheld-Scanner CK71 von Honeywell.

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Einfache Schadensaufnahme

Die neuen Handhelds können nicht nur scannen, sondern auch fotografieren. Ihre 5-Megapixel-Kamera verfügt über Autofocus und LED-Blitzlicht und die App Damage Log führt Lagermitarbeiter durch die Schadensdokumentation. Norlan integrierte die Software in die bei DTC genutzte Terminal-Emulation Telnet. Der komplette Prozess ist nun direkt am CK71 durchführbar. Zum Starten der Schadensdokumentation wird zunächst ein Barcode von einem Tableau gescannt, auf dem acht Barcodes für die verschiedenen Schadensarten abgedruckt sind. Danach wird in Damage Log der Barcode des beschädigten Packstücks gescannt und der Schaden fotografiert. Sendungs- und Gerätenummer ergeben den Dateinamen des Fotos, mit Zeitstempel und Statuscode versehen werden sie per WLAN an den Webserver übertragen. Inklusive Prüfung und Meldung an den Versandpartner dauert der Prozess jetzt weniger als zehn Minuten.

Sprachfunktion oder kundenspezifisch

Eine andere Lösung zur mobilen Datenerfassung bietet ACD Elektronik an. Die offene Systemarchitektur seiner Geräte ermöglicht eine nahtlose Einbindung in viele IT-Landschaften. Frei belegbare Funktionstasten, ein integrierter Barcode-Scanner, ein sturzfestes Gehäuse, die bewährte Schnelleingabetastatur sowie ein hochwertiges TFT-Display sind fester Bestandteil. WLAN und eine Kamera bietet das Unternehmen jedoch nur auf Wunsch. Dafür ist eine Sprachfunktion inklusive der Software Lydia enthalten, die eine papierlose Kommissionierung ermöglicht.

Auch Panasonic bietet eine Kamera für das Tablet FZ-M1 nur auf Anfrage. Dafür aber mit drei Objektiven: konventionell, Infrarot und Infrarot-Laser- Projektion. Das lüfterloses 7”-Windows-Tablet kann durch konfigurierbare Ports und ein Business-Expansion-Modul an Anwendungen angepasst werden. MM

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Über den Autor

 Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung und Werkstoffe