Kunststoffverarbeitung Ganzflächige, konturnahe Werkzeugtemperierung steigert Formqualität beim Spritzgießen

Redakteur: Praktikant MM

Die Temperiertechnik BF-Mold des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid ermöglicht, dass das Temperaturmedium sehr nah und konturparallel zur Werkzeugwand von Spritzgießformen strömt. Somit hebt sich diese Technik von herkömmlichen Temperierkanalayouts ab.

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Die Temperiertechnologie soll eine effiziente Alternative zu Spritzgießwerkzeugen darstellen und neue Perspektiven für Temperierkonzepte eröffnen. Bild: Kunststoff-Institut Lüdenscheid
Die Temperiertechnologie soll eine effiziente Alternative zu Spritzgießwerkzeugen darstellen und neue Perspektiven für Temperierkonzepte eröffnen. Bild: Kunststoff-Institut Lüdenscheid
( Archiv: Vogel Business Media )

Der minimierte Abstand zur Werkzeugwand und die gleichmäßige Medienverteilung verkürzen bei wasserbasierenden Temperiersystemen die Aufheiz- und Abkühlgeschwindigkeit. Ein Grund dafür liegt darin, dass eine Kugelschüttung die mechanische Abstützfunktion übernimmt und gleichzeitig eine Hohlraumstruktur bildet. Für die Praxis eröffneten sich damit Perspektiven für völlig neuartige Temperierkonzepte, so das Kunststoff-Institut Lüdenscheid.

Anwendungen für die Temperiertechnik werden grundsätzlich überall dort gesehen, wo aufgrund einer ganzflächigen und konturfolgenden Temperierung eine Verbesserung der Formteilqualität und der Wirtschaftlichkeit zu erwarten ist. Die Umsetzung eines effektiven variothermen Temperierkonzepts sei damit möglich. Die Temperiertechnik BF-Mold wurde auf der Composites Europe 2010 in Essen vorgestellt.

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