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Instandhaltungsmanagement

Ganzheitliches Management der Instandhaltung

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Apps zur ortsungebundenen Dokumentation von Wartungsaufgaben

Planmäßige Wartungen sind in der Regel mit Einschränkungen der Anlagenverfügbarkeit bis hin zur Anlagenstilllegung verbunden und nehmen somit Einfluss auf die mittel- und langfristige Fertigungsplanung. Unvorhergesehene Störungen beeinflussen die kurzfristige Anlagenverfügbarkeit zusätzlich und damit den geplanten Produktionsablauf. Das ERP-System muss zwingend in der Lage sein, auf die verfügbaren Daten zuzugreifen und sie in Modulen wie Fertigungs- und Ressourcenplanung oder einem Fertigungsleitstand zu berücksichtigen. Im IPS-System wiederum muss die Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen dokumentiert werden. Diese Rückmeldungen sollten den Materialverbrauch sowie den benötigten Zeitaufwand enthalten, denn sie beeinflussen wiederum die operative Fertigungsplanung. Auch hierzu können, neben klassischen Rückmeldeterminals, Apps auf mobilen Geräten eingesetzt werden.

Durch Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen entstehen Kosten – direkt durch Personaleinsatz und Materialverbrauch für Instandhaltungsmaßnahmen wie auch indirekt durch Ausfallzeiten und damit verbundene Verzögerungen in der Fertigung. Mittels der Rückmeldung von Zeiten und Material werden diese Kosten erfasst und stehen so für Auswertungen innerhalb des IPS-Systems zur Verfügung. Entscheidend ist aber die Integration dieser Kosten in die Kostenauswertung der ERP- oder Kostenrechnungssoftware. Erst dadurch werden die Instandhaltungskosten Bestandteil des unternehmensweiten Kennzahlensystems.

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Fazit: Integriertes Management der Instandhaltung statt Insellösungen

Für ein ganzheitliches und effektives Instandhaltungsmanagement ist die Verwaltung der Wartungs- und Instandsetzungsprozesse in einem entsprechenden Softwaresystem unbedingte Voraussetzung. Dieses muss, in Verbindung mit Industrie 4.0, zwingend Komponenten zur Unterstützung moderner Features wie mobile Kommunikation und Einbindung sowie Analyse von Anlagendaten zur vorausschauenden Wartung enthalten. Erst die Integration in andere Bereiche der betrieblichen IT wie Fertigungs- und Personalplanung, Materialwirtschaft und Dokumentenmanagement unterstützt den ganzheitlichen Ansatz.

Andernfalls bleibt das IPS eine auf den Bereich Instandhaltung beschränkte Insellösung, eine eingeschränkte Effizienz ist die Folge. Ausschließlich ein integriertes System – wie zum Beispiel die Komplettsoftware Deleco von Delta Barth Systemhaus, welche sowohl IPS- als auch ERP-Komponenten enthält – bietet diesen Vorteil ohne kostspielige Schnittstellen von Beginn an. Sobald diese Prozesse etabliert sind, sollte der nächste Schritt erfolgen: die Analyse der verwertbaren Prozess- und Maschinendaten. Sind die nötigen Voraussetzungen erfüllt, schließt sich deren Anbindung an das IPS-System mit dem Ziel der situationsabhängigen PM an.

* Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Bayerl ist Leiter der Abteilung Softwareentwicklung bei der Delta Barth Systemhaus GmbH in 09212 Limbach-Oberfrohna, Tel. (0 37 22) 7 17 00, info@delta-barth.de

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