Suchen

Zerspanungstechnik

Größere Marktchancen durch änderungsfreudige Partner

| Autor/ Redakteur: Falco Wittpoth / Peter Königsreuther

Wer sein täglich Brot mit der spanenden Herstellung von Metallteilen verdienen will, muss auf flexible Fertigungssystem zugreifen können. Kennt man ebenso flexibel eingestellte Maschinenbaupartner, ist der Erfolg sicher.

Firmen zum Thema

Mit Verfahrwegen von 2600 mm × 750 mm × 695 mm (X/Y/Z) ist die Tiltenta 7-2600 von Hedelius die größte Fräsmaschine bei der Bathon GmbH, wo sie sehr individuell eingesetzt wird.
Mit Verfahrwegen von 2600 mm × 750 mm × 695 mm (X/Y/Z) ist die Tiltenta 7-2600 von Hedelius die größte Fräsmaschine bei der Bathon GmbH, wo sie sehr individuell eingesetzt wird.
( Bild: Hedelius )

Vor acht Jahren wurde Stefan Bathon Geschäftsführer der Bathon GmbH im bayrischen Alzenau. „Vor über 40 Jahren gründete mein Vater in einer umgebauten Scheune in Mömbris einen Werkzeugbau in Nebentätigkeit. Durch eine zunehmend positive Auftragsentwicklung musste die Produktionsstätte regelmäßig erweitert werden, bis schließlich der Umzug an die Röntgenstraße in Alzenau erfolgte. Hier war deutlich mehr Platz. Die Verkehrsanbindung und die Infrastruktur sind ebenfalls besser“, erklärt Bathon.

Vom reinen Werkzeugbau hat sich der Familienbetrieb inzwischen zu einem vielseitigen Dienstleister in der Metallverarbeitung entwickelt: Dicht an dicht stehen etwa Laserschneidanlagen, Abkantpressen, Dreh- und Fräsmaschinen, Schweißroboter, dazwischen Gitterboxen und Paletten mit Roh- und Fertigteilen. Auch über eine eigene Konstruktion, Qualitätssicherung und Logistik verfügt Bathon heute.

Den Wünschen vieler Branchen gerecht werden können

Die Vielfalt der Anlagen ist den diversen Kundenanforderungen im Lauf der Zeit geschuldet. Bathon dazu: „Die Kunden wollen möglichst alles aus einer Hand. Die letzte Wirtschaftskrise hat das noch begünstigt, denn damals verfestigte sich das Vertrauen zwischen Kunden und zuverlässigen Lieferanten noch. Das wirkt bis heute.“

Um den regionalen, nationalen und internationalen Kunden aus so unterschiedlichen Sektoren wie der Pharma-, Lebensmittel-, Solar- oder Bauindustrie sowie dem Fahrzeugbau, Sondermaschinenbau und dem Motorsport gerecht zu werden, muss die Bathon-Fertigung besonders flexibel sein. Denn jede Branche hat eigene Anforderungen.

Verarbeitet werden müssen Werkstücke aus Aluminium, Stahl und Edelstahl sowie Buntmetallen und Kunststoffen in Losgrößen von 1 bis 500 Teilen. Auch für Baugruppen, Anlagen und Sondermaschinen ist Bathon ein Ansprechpartner. Manche Aufträge müssen kurzfristig in wenigen Wochen abgearbeitet werden, andere regelmäßig in sechs Monaten. Um die Flexibilität weiter ausbauen zu können, wurde 2015 in ein Bearbeitungszentrum von Hedelius investiert.

Bildergalerie

Homogene Fertigungslandschaft in Sachen Spanntechnik

Vorbereitend wurden die betreffenden Bauteile in Sachen Geometrie analysiert, um genau die passende Maschine für die komplexe Fertigungssituation zu finden. „Wir sind auf die flexible Bearbeitung und Komplettlösungen spezialisiert. Einfache Teile fertigen wir eher selten“, merkt Bathon an. Damit war klar, dass die neue Maschine sehr unterschiedliche und anspruchsvolle Herausforderungen meistern muss.

„Fast noch wichtiger war aber, dass es wir eine spezielle Tischkonstruktion mit integrierten Schunk-Spanntöpfen wollten, weil wir die auch in den anderen Maschinen haben. Das hätte nicht jeder für uns gemacht und wollte auch nicht jeder für uns machen“, stellt Bathon heraus. Hedelius hat diesen Wunsch erfüllt. Und zwar auf einem Schwenkspindel-Bearbeitungszentrum des Typs Tiltenta 7-2600 die Spanntöpfe integriert.

Auch das Werkzeugmagazin bestimmte den Kauf. Denn außer dem Standardmagazin hatte Bathon ein zusätzliches Standbymagazin mit 180 Werkzeugen und Kegelreinigungsstation gefordert, um auf bis zu 213 Werkzeuge schnell und einfach zurückzugreifen. Das Zusammenspiel aus Nullpunkt-Spannsystem und großem Werkzeugmagazins machen die T7-2600 nun sehr flexibel und senken Rüstzeiten.

Individuell eingesetzte Zerspanungsriesin

Mit Verfahrwegen von 2600 mm × 750 mm × 695 mm (X/Y/Z) ist die Maschine die größte Fräse bei Bathon. Sie wird dabei sehr individuell eingesetzt. „Vom kleinen 5-Achs-Teil bis zur langen Leiste oder Aluminiumgrundplatte bearbeiten wir damit alles,“ so Bathon.

Hochgenaue Bauteile sind bei Bathon zwar nicht die Regel, doch wenn einmal Präzision gefragt ist, wie etwa bei Motorsportteilen, dann kann diese Hedelius das bedienen, denn sie arbeitet mit einer Präzision von ± 0,01 mm.

Darüber hinaus arbeitet die Maschine über eine Heidenhain-Steuerung und ist mit einer Arbeitsraum-Trennwand ausgestattet. Die kompakten Aufstellmaße und der Zugang zum Arbeitsraum, insbesondere zu den Pneumatik Anschlüssen des Nullpunkt-Spannsystems, sind weitere Vorteile des Maschinenkonzeptes.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46020464)