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Strategie Hänchen schließt Carbon-Bereich H-CFK

Redakteur: Katharina Juschkat

Hähnchen stellt den Geschäftsbereich seines selbstentwickelten Verbundwerkstoffes H-CFK ein. Grund dafür ist die Corona-Krise.

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Der Werkstoff H-CFK fand vor allem in Hydraulikzylindern Einsatz. Jetzt wurde der Geschäftsbereich eingestellt, die Prduktion endete am 30. April.
Der Werkstoff H-CFK fand vor allem in Hydraulikzylindern Einsatz. Jetzt wurde der Geschäftsbereich eingestellt, die Prduktion endete am 30. April.
(Bild: Hänchen)

Hänchen, Hersteller von Hydraulikzylindern, Antriebssystemen und mehr, schließt den Unternehmensbereich des selbstentwickelten Verbundwerkstoffes H-CFK. Geplant war das laut einer Pressemitteilung erst Ende 2021, doch aufgrund der aktuellen Lage hat das Unternehmen diese Entscheidung vorgezogen.

Warum H-CFK eingestellt wird

Hintergrund ist, dass das Unternehmen in den nächsten Jahren keinen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg für den Geschäftsbereich sieht, wie Hänchen in einer Pressemitteilung schreibt. Auch eine systematische Marktanalyse verlief enttäuschend, sodass man sich für diesen Schritt entschied. In der Fachöffentlichkeit stieß der neue Werkstoff laut Hänchen auf positives Feedback.

Seit dem 30. April ist die Produktion von H-CFK-Produkten eingestellt. Aktuellen Lieferverpflichtungen will das Unternehmen aber nachkommen. Andere Unternehmensbereiche wie für das Antriebssystem Ratio-Drive und den Maschinenbau will das Unternehmen derweil ausbauen. Hänchen plant, in Hydraulikzylinder, Klemmungen und Komplettlösungen sowie Prüfstände zu investieren.

Hintergrund: Der Verbundwerkstoff H-CFK

Vier Jahre lang entwickelte Hänchen den vielversprechenden Carbon-Verbundwerkstoff H-CFK. Ursprünglich war er für den Einsatz in Hydraulikzylindern konzipiert, später wurde der Einsatz ausgeweitet.

Der Werkstoff ist leicht und belastbar. Gewichtsersparnisse von bis zu 80 Prozent und eine Zugfestigkeit bis zu 5.000 N/mm² sollen möglich sein. Auch ist der Werkstoff korrosionsfrei.

Die Eigenschaften von H-CFK können auf die Anwendung hin konstruiert werden. So kann der Faserverlauf des Werkstoffes beispielsweise so angepasst werden, dass er auf unterschiedliche Belastungen wie durch Biegung, Zug oder Druck angepasst ist.

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