Prallvolle Bücher Heckler & Koch macht Geschäfte wie noch nie und erhöht die Kapazitäten

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Heckler & Koch ist Deutschlands größter Hersteller von Handfeuerwaffen aus Oberndorf. Die Konfliktherde der Welt bescheren Rekordgeschäfte ...

Alter Rekord gebrochen! Heckler & Koch beliefert die Bundeswehr als größten Auftraggeber derzeit mit dem G36-Nachfolger G95 (im Bild). Das allgemeine Geschehen in Sachen Sicherheitslage in der Welt hat den Oberndofern nun erneut Rekordgeschäfte eingebracht ...(Bild:  Bundeswehr)
Alter Rekord gebrochen! Heckler & Koch beliefert die Bundeswehr als größten Auftraggeber derzeit mit dem G36-Nachfolger G95 (im Bild). Das allgemeine Geschehen in Sachen Sicherheitslage in der Welt hat den Oberndofern nun erneut Rekordgeschäfte eingebracht ...
(Bild: Bundeswehr)

Wie Heckler & Koch (H&K) jetzt mitteilt, stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 14,4 Prozent (auf 393 Millionen Euro) an – so hoch war der Wert in der Unternehmensgeschichte noch nie gewesen. Das Nachsteuerergebnis schnellte um ein Viertel (auf 39,5 Millionen Euro) in die Höhe. Die Auftragsbücher sind demnach prallvoll! Lag der Auftragseingang 2024 noch bei 426,2 Millionen Euro, so verdoppelte sich der Wert innerhalb eines Jahres fast (802 Millionen Euro), was damals schon Rekord bedeutete. Die globale Sicherheitslage bleibt einfach angespannt, was für geschäftlichen Auftrieb sorgt, kommentiert der Chef, Jens Bodo Koch (der Name ist übrigens rein zufällig). Nach Investitionen in die Automatisierung und in eine generell modernere Infrastruktur rechne Heckler & Koch künftig mit einer noch höheren Produktivität. Koch weiter: „Der Ausbau unserer Kapazitäten und die Weiterentwicklung unserer Produktionsprozesse sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig!“ Die Waffenschmiede arbeite stabil und profitabel. Heckler & Koch hat im Zeitraum 2019 bis 2024 rund 100 Millionen Euro investiert. Und von 2025 bis 2028 sollen es rund 235 Millionen Euro werden. Als neues Geschäftsfeld hat H&K mit der Herstellung von besonders präziser Spezialmunition für Polizeieinsatzkräfte begonnen. Außerdem möchte man noch einen Maschinengranatwerfer zur Drohnenabwehr verkaufen, nach erfolgreichen Erprobungen soll der Verkauf 2027 starten. Auch peile H&K Sturmgewehr-Großaufträge in Rumänien und Südkorea an.

Die Bundeswehr ist der größte Auftraggeber von H&K

Wer es noch nicht weiß: Heckler & Koch stellt Sturmgewehre, Maschinengewehre, Pistolen, Maschinenpistolen und Granatwerfer her, hat 1.340 Beschäftigte und damit 84 mehr als 2024. Der Personalausbau soll auch noch weitergehen, denn 2028 sollen es etwa 1.600 sein. Derzeit arbeiten etwa 85 Prozent des Personals in Deutschland und damit vor allem am Stammsitz in Oberndorf. Weitere kleinere Standorte gibt es in den USA und Großbritannien. In den USA gibt es ein Montagewerk. Der nordamerikanische Markt sei für H&K besonders wichtig, auch weil dort bekanntlich auch Privatleute Waffen der Schwarzwälder kaufen können. Der US-Umsatzanteil liegt bei H&K bei etwa 25 Prozent. In Europa ist das zivile Geschäft zwangsläufig sehr klein. Zu den Konkurrenten gehören übrigens Beretta aus Italien und der zur tschechischen CZ-Gruppe gehörende US-Waffenhersteller Colt und Haenel aus Thüringen. Größter Kunde von Heckler & Koch ist aber die Bundeswehr, die derzeit schrittweise 80.000 neue Sturmgewehre (G95 im Kaliber 5,56 mm × 45) bekommt. Es könnten deutlich mehr werden! Denn Ein Rahmenvertrag ermöglicht Bestellungen bis 250.000 Exemplaren. Mit den neuen Waffen wird das in die Jahre gekommene Gewehr 36 (G36) als Bundeswehr-Standardgewehr abgelöst, was ebenfalls aus Oberndorf stammt, wie der bekannte Vorläufer G3 – wobei das Konzept eigentlich auf einer Konstruktion von 1945 von Mauser basiert (inoffiziell Sturmgewehr 45).

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