Reichenbacher Hamuel

Heikle Bauteile mittels Eis sicher spannen

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Mikroprozessoren steuern Temperaturentwicklung

Der Umgang mit dem System auf einem Bearbeitungszentrum ist unkompliziert, wie uns Kurt Kutschmann erklärt, denn die Kryotool Spannplatte, auf der das Teil festgefroren wird, kann wie ein Werkstück selbst mit herkömmlichen Befestigungselementen auf der Maschine gehalten werden. Sie ist über einen Schlauch mit dem kälterzeugenden Steuergerät verbunden, das den Gefrier- und Auftauvorgang mit Mikroprozessoren steuert und regelt. Das Standardsystem ist zudem mit zwei Kreisläufen ausgestattet, so dass der Anwender auf einer Platte ein Bauteil bearbeiten kann und auf einer anderen ein weiteres Teil fixieren und zur Bearbeitung vorbereiten kann. Die Spannplatte wird konstant vorgekühlt, um kurze Rüstzeiten zu erzielen.

Fünfseiten-Bearbeitung im eisigen Griff

Beim Spannen werden die Werkstücke mittels Wasser auf einer Unterlage sicher und absolut spannungsfrei angefroren. Damit wirkt auf die gesamte Auflagefläche eine konstant hohe Spannkraft. Bauteile, die etwa Freiformflächen oder geringe mechanische Stabilität aufweisen, werden in einer Vertiefung in der Spannplatte eingefroren und können so in jeder beliebigen Bearbeitungsebene fixiert werden. Ohne zeitraubendes Umspannen kann in einem Arbeitsgang fünfseitig gefräst, geschliffen oder poliert werden. Die leistungsfähige Auftauautomatik sorgt nach der Bearbeitung für ein schnelles Lösen des Werkstückes.

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