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Herausforderungen im USA-Markt nach der Trump-Wahl

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Unternehmen ziehen sich aus den USA zurück

Andere Unternehmen zogen sich hingegen als Reaktion auf den Wahlausgang komplett aus dem US-Geschäft zurück. Fintech Knip, Anbieter von digitalen Versicherungslösungen, verkündete die sofortige Einstellung aller Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. Dennis Just, Gründer und CEO der Knip AG erklärt die Entscheidung des Vorstands: „Für investitionsintensive Technologieunternehmen wie Knip sind das politische und wirtschaftliche Umfeld sowie die binnenmarktspezifischen Rahmenbedingungen erfolgskritische Faktoren. Die mit Obamacare deutlich ausgebaute Krankenversorgung stärkte den Versicherungssektor in den USA. Doch mit dem von Trump angekündigte Rückbau des Sozialsystems verliert dieser amerikanische Markt für Investoren jegliche Attraktivität."

Damit steht der Versicherer jedoch relativ allein da. Die Düsseldorfer Unternehmensberatung Kloepfel Consulting wollte zusammen mit ihrem Kooperationspartner „Wer liefert was?“ in einer Blitzumfrage nach der Wahl wissen, wie die Stimmung bei deutschen Unternehmern ist: Zwar rechnen mehr als die Hälfte der Befragten (57 %) damit, dass sich die Position der EU in Folge des Ergebnisses verschlechtern wird. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation des eigenen Unternehmens gaben jedoch mehr als zwei Drittel (69 %) an, dass die eigene Situation unverändert bleibt, 7 % erwarten sogar eine Verbesserung der eigenen wirtschaftlichen Situation

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MM-Index zeigt keine besondere Reaktion

Während die Wahl beim MM-Index, der einen großen Anteil an Rohstoffwerten und Energiepreisen enthält, eher spurlos vorbei gegangen ist, zeigen die Börsen eher so etwas wie Freudensprünge. Die Kurse in Asien und Europa sackten nur kurzfristig ab, erholten sich nach wenigen Stunden und drehten ins Plus. Auch in den USA legten sie wieder zu.

Neben den ersten gemäßigten Tönen, dürften hier vor allem die verschiedene Ankündigungen eine Rolle spielen, die Trump im Wahlkampf zu seinen Plänen für die amerikanische Wirtschaft gemacht hatte. Investitionen in die Infrastruktur des Landes oder Steuererleichterungen für Privatpersonen und Unternehmen werden von Niederlassungen deutscher Unternehmen ebenfalls als positiv wahrgenommen. Dass er, anders als Hillary Clinton, die Finanzwirtschaft nicht regulieren will, dürfte an der Wall Street ebenfalls nicht unbedingt für Sorgenfalten gesorgt haben.

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