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Herausforderungen im USA-Markt nach der Trump-Wahl

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Unterstützung im Netzwerk bei Technik und Ausbildung

Da das bei weitem nicht mehr reicht, habe man im Netzwerk weitere Unterstützung gefunden. Da passt es, dass einer der Zulieferer nicht nur Technik im Programm hat: Festo versorgt Hahn mit vielen Komponenten der anspruchsvollen Automatisierungsanlagen, von der modularen Automatisierungplattform, über pneumatische Antriebe bis hin zu pneumatischen Greifern.

Darüber hinaus stellt Festo Didactic, die Ausbildungssparte des Unternehmens, sicher, dass Mitarbeiter mit den sich schnell entwickelnden Technologien auch umgehen können. So finden sich neben Hardware auch Ausbildungskonzepte und Lernsysteme für Mechatronik, Industrie 4.0 und das Industrielle Internet der Dinge im Warenkorb.

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Für viele Amerikaner ist diese Investition in die eigene Bildung oder die der Kinder noch eine ungewöhnliche Maßnahme. Im Land des Hire and Fire lohnte es sich bislang wenig, sich sehr spitz auszubilden. Bei Festo ist man davon überzeugt, dass sich diese Einstellung bald ändern wird. Positive Reaktionen von Betroffenen ermutigen zum Ausbau. (Sehen Sie auch das Video-Interview mit der Leiterin Carolin McCaffrey hier in der Mediathek, Stichwort FestoDidactic.)

Mittlerweile hat dieser Bereich enge Beziehungen zu technischen Ausbildungseinrichtungen und Fertigungsunternehmen in ganz Nordamerika. Im Werk von Mason gibt es ein neues Schulungszentrum, das den Großraum Cincinnati bedient. In Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen wie Bosch, Nestlé und dem Sinclair Community College, Dayton, Ohio, bietet Festo ein zweijähriges Ausbildungsprogramm, um Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf die Anforderungen der Fertigungstechnologie vorzubereiten. Mit dem Erwerb des US-kanadischen Unternehmens Lab-Volt im Jahr 2014 erweiterte der Ausbildungsbereich von Festo seine Angebote für Elektronik, Elektrotechnik und neue Energiesysteme.

Ohne Wissenschaft geht es nicht

Ein weiterer wichtiger Faktor, der sich unter einem neuen Präsident Trump kaum ändern dürfte, betrifft die Wissenschaft. Forscher, die mit Instituten und Netzwerken nicht nur den theoretischen Unterbau für neue Entwicklungen und Produkte erarbeiten, sondern auch Praxisanwendungen erproben und nicht selten in eigenen kleinen Startups einen Mehrwert anbieten.

Sie bieten für Industrieunternehmen, die sich im Wettbewerb zueinander befinden ein neutrales Kooperationsfeld und sind in den USA ähnlich wie in Deutschland eine wichtige Säule des technischen Fortschritts. Einer der Aktivposten auf diesem Gebiet ist Professor Dr. Jay Lee von der Universität Cincinnati. Einer seiner vielen Titel ist Gründer des Zentrum für intelligente Instandhaltungssysteme (IMS). Das Institut ist so etwas wie ein Katalysator der Zusammenarbeit und auch des Ansiedlungsmangements, wie der Fall des Software-Hauses Forcam zeigt (Suchbegriff „Forcam“).

Zusammen genommen bleibt als vorläufiges Fazit festzuhalten: Bei aller Irrung um politische Positionen bleiben für die Firmen, die sich innerhalb der USA engagieren wollen die Themen dieselben. Dass der amerikanische Markt für hochwertige Maschinen- und Anlagenkomponenten kurzfristig wegbricht, ist ebenfalls nicht zu erwarten. Bleibt abzuwarten, ob und wie sich Handelsprotektionismus auswirken wird und ob Trump ein „Präsident für alle Amerikaner“ wird oder sich die Elite weiter für ihn fremdschämen muss. MM

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