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Herausforderungen im USA-Markt nach der Trump-Wahl

| Autor: Frank Jablonski

Die Nationalsymbole bunt gemischt; so war es bislang: USA und Deutschland nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Mit der Präsidentschaft von Donald Trump verbinden sich Ängste, ob das so bleibt.
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Die Nationalsymbole bunt gemischt; so war es bislang: USA und Deutschland nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Mit der Präsidentschaft von Donald Trump verbinden sich Ängste, ob das so bleibt. (Bild: © Fredex - Fotolia.com)

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind der größte Exportmarkt für den deutschen Maschinenbau und seine Maschinen- und Anlagenbauer. Viele stellen sich nach der Wahl des US-Präsidenten die Frage, wie es weiter geht für deutsche Unternehmen in den USA. Nachdem der erste Rauch verzogen ist, zeigt sich ein differenziertes Bild.

Es ist einer dieser Momente im Geschäftsleben, bei dem man das Gefühl nicht los wird, in ein kulturelles Fettnäpfchen getreten zu sein. Und dabei handelt es sich nicht um eine Begegnung zweier völlig fremder Kulturkreise: Betreten blickt die US-Amerikanische Gesprächspartnerin zur Seite, bevor sie nach drei langen Atemzügen auf die Frage nach dem Wahlkampf um das Präsidentenamt antwortet: „Eine Schande für Amerika.“

Ihr offensichtliches Unwohlsein äußert sich zu einem Zeitpunkt im Wahlkampf, in dem die Umfragen noch einen knappen aber vermeintlich sicheren Vorsprung der Demokratin Hillary Clinton suggerieren. Eine Phase im Wahlkampf, die bestimmt ist von allem, nur nicht von Sachdiskussionen. In den Nachbetrachtungen macht das Wort vom Post-Faktischen Zeitalter die Runde.

Das Internetportal realclearpolitics.com, das den Durchschnitt verschiedener Umfragewerte ermittelt, sah noch am Mittwoch vor der Wahl Clinton mit fast sechs Prozentpunkten vorn. Statt dessen findet sich nun Donald Trump im Amt wieder. Erste Reaktionen und Bilder von ihm und Obama im Weißen Haus wirken so, als sei dies auch für ihn selbst überraschend gewesen. In seiner ersten Rede gab sich Trump überraschend zahm, dankte seiner Kontrahentin und lobte Barak Obama, - im Wahlkampf undenkbar.

Positionierung Trumps noch unklar

Mit Spannung beobachtet seitdem Freund und Feind weltweit, wie sich Trump mittel- oder langfristig positionieren wird, welche von seinen von vielen als abstrus empfundenen Forderungen er in die Tat umzusetzen gedenkt. In einer Videobotschaft der vergangenen Woche umreißt er die ersten einhundert Tage seiner Amtszeit. Relativ vage bestätigt er Wahlkampfpositionen im Energiebereich („Saubere“ Kohle fördern), bei der nationalen Sicherheit (Cyberattacken bekämpfen) und im Bereich der Einwanderung (Visa-Missbrauch bekämpfen).

Als Maßnahme des ersten Tages habe er sich definitiv vorgenommen, das größte Freihandelsabkommen der Welt aufzukündigen. Die Transpazifische Partnerschaft (TPP) war im Jahr 2015 unter Obama beschlossen worden und als Gegengewicht zur Wirtschaftsmacht der Volksrepublik China gedacht. Im Internet wird Trump daher auch schon einmal als „Präsident aller Gegner des Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP)“ gefeiert. „Falls die größte Wirtschaftsmacht der Welt einen protektionistischen Kurs fährt, wird das rund um den Globus zu spüren sein. Wir können nur hoffen, dass er seinen Worten keine entsprechenden Taten folgen lässt“, äußert sich sorgenvoll beispielsweise VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann, bekennender TTIP-Befürworter.

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