Herrenknecht-Geschäftsführer kritisiert
„Wir sind schon auch eine Softie-Gesellschaft geworden"

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Herrenknecht-Geschäftsführer Martin Herrenknecht spricht Tacheles – und kritisiert dabei den Standort Deutschland scharf. Was er zum Thema Bürokratie zu sagen hat und warum wir eine Softie-Gesellschaft geworden sind.

Martin Herrenknecht, Chef des Tunnelbohrmaschinen-Herstellers Herrenknecht: „Wir fahren dieses Jahr vor die Wand, wenn wir nicht drastisch den Kurs wechseln."(Bild:  Herrenknecht AG)
Martin Herrenknecht, Chef des Tunnelbohrmaschinen-Herstellers Herrenknecht: „Wir fahren dieses Jahr vor die Wand, wenn wir nicht drastisch den Kurs wechseln."
(Bild: Herrenknecht AG)

Ernüchternde Worte zum Wirtschaftsstandort Deutschland kommen vom Chef des Tunnelbohrmaschinen-Herstellers Herrenknecht, Martin Herrenknecht. „Wir fahren dieses Jahr vor die Wand, wenn wir nicht drastisch den Kurs wechseln", sagte der Unternehmer dem Magazin „Focus". Deutschland sei „wie in einem Dornröschenschlaf" versunken.

Herrenknecht, dessen Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit rund 5.500 Mitarbeiter beschäftigt, beklagte vor allem ausufernden bürokratischen Aufwand. „Mein eigenes Unternehmen könnte ich mit der – entschuldigen Sie – Scheißbürokratie heute gar nicht mehr gründen", so der 83-Jährige. Als Beispiel nennt er ein geplantes Logistikzentrum in Baden-Württemberg: „Wir planen jetzt seit dreieinhalb Jahren. Ein ähnliches Projekt habe ich im indischen Chennai in drei Monaten bewilligt bekommen."

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