Agtos Hochleistungs-Strahlanlagen zum Verfestigen von Getriebeteilen

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Bei der Agtos Gesellschaft für technische Oberflächensysteme mbH stehen zwei Zwillings-Strahlanlagen vor der Auslieferung. Es handelt sich um Satelliten-Drehtisch-Anlagen. Der Drehtischdurchmesser beträgt 2150 mm. Damit gehören die beiden Anlagen laut Hersteller zu den größten dieser Bauart.

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Bearbeitungsaufgabe der Agtos-Anlagen ist die Oberflächenverfestigung von Zahnrädern und Wellen für den Getriebebau. Trotz sehr unterschiedlicher Geometrie können beide Werkstückarten ohne Anlagenumrüstung bearbeitet werden. Das schließt auch unterschiedlich lange Wellen ein. Laut Agtos führen die beiden Anlagen daher zu mehr Flexibilität in der Fertigung.

Die Werkstücke werden durch ein automatisches Handlingsystem oder einen Roboter auf die zwölf Satelliten gelegt und durch Spannvorrichtungen fixiert. Je zwei Satelliten sind in einer Strahlkammer.

Agtos-Anlage strahlt zwei Satelliten in 30 s

Durch das Weitertakten des Drehtisches gelangen die Werkstücke zu den vier Hochleistungsturbinen (je 30 KW), die das Strahlmittel – bestehend aus feinem Drahtkorn – mit hoher Energie auf die rotierenden Satelliten mit den Werkstücken werfen. So können pro Satellit bis zu zehn Zahnräder oder eine Welle verfestigt werden. Die Taktzeit für je zwei Satelliten beträgt 30 s.

Das Strahlmittel wird im Kreislauf gefahren. Dafür wird es im unteren Teil der Maschinen gesammelt und zu einem Becherwerk gefördert. Im oberen Teil der Maschine werden sogenanntes Unterkorn sowie weitere Verunreinigungen ausgeschieden. Auf diese Weise gelangt laut Agtos stets gereinigtes, vollwertiges Strahlmittel zu den Turbinen.

Strahlparameter der Agtos-Strahlanlage lassen sich stufenlos einstellen

Für die Verfestigung verschiedener Werkstücke müssen zuvor festgelegte Werte korrekt und reproduzierbar erreicht werden. Daher sind die Hochleistungsturbinen von Agtos so ausgerüstet, dass einzelne Strahlparameter stufenlos per Knopfdruck am Schaltschrank eingestellt werden können.

Strahlmittel, das nach dem Strahlvorgang auf den Werkstückoberflächen verbleibt, wird abgeblasen und dem Kreislauf wieder zugeführt. Eine Druckluftlanze ermöglicht das Ausblasen axial angeordneter Wellenbohrungen von oben.

Zum Lieferumfang gehört eine Patronenfilteranlage, die für die Separierung des Staubes aus der Luft sorgt. Ein neues System ermöglicht das schnelle Wechseln der Filterpatronen ohne Spezialwerkzeug.

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