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Dosiertechnik

Hochviskoses 1K-Silikon prozesssicher verarbeiten

| Redakteur: Peter Königsreuther

Praktiker wissen, dass die Verarbeitung hochviskoser Medien nicht ohne ist. Deshalb haben die Experten von Viscotec, wie es heißt, viskositätsunabhänig einsetzbare Dispenser im Portfolio, die das unter anderem beim einkomponentigen Silikon Loctite SI 5970 wirtschaftlich und unkompliziert können.

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Die speziellen, auf dem Endloskolben-Prinzip basierenden 1-K-Dispenser der RD-Baureihe von Viscotec sind laut Hersteller in der Lage, das thixotrope Einkomponenten-Silikon Loctite SI 5970 präzise und prozesssicher zu dosieren und zu applizieren.
Die speziellen, auf dem Endloskolben-Prinzip basierenden 1-K-Dispenser der RD-Baureihe von Viscotec sind laut Hersteller in der Lage, das thixotrope Einkomponenten-Silikon Loctite SI 5970 präzise und prozesssicher zu dosieren und zu applizieren.
(Bild: Viscotec)

Das thixotrope 1K-Silikon Loctite SI 5970, das bei Raumtemperatur durch Feuchtigkeitskontakt aushärtet, ist aufgrund seiner hohen Viskosität, wie Viscotec sagt, eines dieser schwer zu verarbeitenden Medien. In ausgiebigen Dosiertests hätten sich die Viscotec-Dosiersysteme aber für das Handling dieses 1K-Dichtmittels gut bewährt – speziell die 1K-Dispenser der RD-Baureihe.

Darum ist 1K-Silikon heikel in der Verarbeitung:

Die Härtung dieses Materials erfolge vergleichsweise schnell: Nach nur etwa 25 min bei 23 °C und 50 % Luftfeuchtigkeit trete die Hautbildung ein und die Oberfläche wird klebfrei. Weil während der Härtung Methanol abgespalten wird, zählt Loctite SI 5970 zu den neutral vernetzenden Silikonen, erklärt Viscotec.

Die Eigenschaften des 1K-Silikons verursachen aber zum Beispiel mit Zeit-Druck-Systemen große Probleme beim Versuch eine schöne und gleichmäßigen Raupe zu applizieren, weil es dabei vor allem zu Beginn der Dosierung zu einem Materialüberschuss, und am Ende zu einem starken Fadenziehen und Nachtropfen kommen kann. Das Material ist thixotrop formuliert, wodurch sich die Viskosität bei Scherbelastung prinzipiell reduziert und die Verarbeitung durch das so verbesserte Fließverhalten vereinfacht wird, sagt Viscotec. Trotzdem liege bei geringer Scherung noch eine Ausgangsviskosität von circa 1,5 Mio. mPas vor – das Dosiermaterial stelle den Anwender also immer noch vor verarbeitungstechnische Herausforderungen – vor allem in puncto Anfahrverhalten der Systeme. Nach dem Auftrag relaxiert das Silikon aber wieder sehr schnell und die Viskosität erhöht sich nahezu schlagartig, wodurch das Verlaufen rasch verhindert wird, heißt es.

Silikonmaterial trotzt Öl und temperaturbedingten Materialmix-Effekten

Loctite SI 5970 werde hauptsächlich für Dichtungsanwendungen verwendet: etwa in Nuten oder auch als geschlossene Dichtraupe auf der ebenen Fläche eines Flansches, Gehäusedeckels oder einer Ölwanne. Die gute Ölbeständigkeit des Silikons macht das Material besonders dann interessant, wenn die Dichtungen Ölen und Fetten ausgesetzt sind, so Viscotec. Auch für die Abdichtung von Getriebedeckeln mit Kontakt zum Getriebeöl ist Loctite SI 5970 folglich problemlos einsetzbar.

Gleichzeitig bietet das Material, wie es weiter heißt, alle Vorteile von Silikon im Allgemeinen: Hohe Temperaturbeständigkeit, Temperaturwechselbeständigkeit und hohe Dehnungsraten respektive Elastizität. Damit könnte auch ein unterschiedliches Wärmeausdehnungsverhalten der zu verklebenden Bauteile ausgeglichen werden – die Dichtheit des Systems bleibe voll gewährleistet.

Die Vorteile der speziellen Dosiersysteme:

  • Viskositätsunabhängige Dosierung aufgrund Exzenterschneckentechnik – wichtig für hochviskose Materialien;
  • Fehlerfreie Dosierraupe aufgrund der Endlosdosierung ist auch bei unterschiedlichen Dichtungsgeometrien möglich, was im Falle von Dichtraupen entscheidend ist, weil etwa durch das „Aufladen“ oder Umschalten im Falle eines Kolbendosierers eine kleine Fehlstelle entstehen würde. Dadurch auch anwendungsflexibler, falls der Kunde zum Beispiel die Bauteilgeometrie verändert;
  • Keine Kontaminierung der Bauteile mit Dosiermaterial: Sauberes Raupenende, weil Fadenziehen und Nachdrücken vermieden werden.

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Viscotec bietet das komplette Dosiersystem an, heißt es. Typische Systeme für dieses Silikon bestehen nach Aussage der Experten aus einer Hobbockentnahme (in einigen Fällen mit zusätzlicher Trennplattenentgasung, um während des Gebindewechsels keine Luft ins System einzubringen), aus einer Schlauchleitung und einem 1K-Dispenser. Das sei das perfekte Ensemble für das 1K-Silikonl und dessen typischen Anwendungsfälle. Prädestiniert dafür seien die Dispenser 3RD12 oder 3RD10 der RD-Baureihe.

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