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Bereits in den 1990er-Jahren wurden die ersten 3D-CAD- und CAM-Tools von Mecadat installiert und im Laufe der Jahre erweitert. Aktuell sind am Standort Laufen 24 VISI Lizenzen installiert, davon sechs Arbeitsplätze mit CAM, unterstützt von 25 VISI PDM Lizenzen. Bei VISI bildet sowohl bei CAD als auch bei CAM der auf Parasolid aufbauende Hybrid-Modellierer VISI Modelling grundsätzlich die Basis, die durch aufgabenspezifische Module ergänzt wird. An den Arbeitsplätzen der Konstrukteure sind dies die Module VISI Mould (3D-Aufbau von Spritzgießwerkzeugen) sowie VISI Split (Analyse und Trennung in Kern und Kavität).
Produktdatenmanagement ist der informationstechnische Backbone
Das Produktdatenmanagement ist bei Hörl sozusagen der informationstechnische Backbone, in dem alles, was ein Projekt betrifft, dokumentiert ist. Das sind neben Werkzeugkonstruktionen, Elektroden sowie NC-Programmen auch Stücklisten, Bestellungen, Kalkulationen, E-Mails und andere projektbezogene Dokumente. Unterschiedliche Zugriffsrechte sorgen für Sicherheit. Jede Änderung an einem Dokument oder CAD-Modell wird in einer Änderungshistorie festgehalten und gibt Auskunft darüber, wer was wann geändert hat. So arbeiten alle am Projekt Beteiligten stets mit den aktuellen Daten, was Fehler vermeidet und die Durchlaufzeiten reduziert.
„Auch beim PDM-System wird der VISI-Vorteil sofort deutlich, nämlich die enge funktionale und bedienungstechnische Verzahnung aller Module“, erläutert Günter Huber. „So werden beim Speichern der CAD-Daten gleichzeitig die Stücklisten-, Normalien- und Baugruppeninformationen in der Datenbank von VISI PDM gespeichert. Stückliste und der Teileverwendungsnachweis sind so immer automatisch auf dem aktuellen Stand.“
Größte Bedeutung genießt im Hause Hörl, dass die an den Fräsmaschinen tätigen Mitarbeiter selbstständig vom CAD-Solid die NC-Programme ableiten können und Zugriff auf das PDM-System haben. Bei VISI ist dies der Fall, denn die Nutzer finden über alle Bereiche hinweg die gleiche selbsterklärende Bedienphilosophie vor. Schließlich kennt der Bediener seine Maschine am besten und entscheidet auch über die Werkzeugauswahl.
Präzise Metallbearbeitung sorgt für Qualität
Eine spezielle Herausforderung ist, dass bei Teilen, die besonders hitzebeständig sein müssen, der Spritzprozess mit sehr hohen Temperaturen abläuft. Die unvermeidliche Ausdehnung ist vor allem bei größeren Werkzeugen eine anspruchsvolle Aufgabe. Denn die Kerne müssen auch in dieser Situation im Hundertstel-Bereich tuschieren. „Um dies trotz der enormen Temperaturdifferenz zu gewährleisten, werden für alle hierfür relevanten Bauteile Fertigungstoleranzen von plus/minus 0,005 Millimetern vorgegeben, die wir heute durchgängig erreichen“, erklärt Günter Huber. „Hierzu tragen voll klimatisierte Räume ebenso bei wie die hochgenauen HSC Fräszentren von Makino sowie die Bearbeitungszentren von Hermle und Mikron. Gefräst wird sowohl 3- als auch 5-achsig, letzteres auch simultan, hauptsächlich aber mit angestellter Achse – programmiert mit VISI Machining, das an sechs maschinennahen Arbeitsplätzen installiert ist.“
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