CAD/CAM/PLM

Hörl Kunststofftechnik und VISI – ein Erfolgsduo

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Bis auf die Aufbauten, die weitgehend vorkonfektioniert bezogen werden (Meusburger), sind im Werkzeugbau ausschließlich hoch legierte Stähle zu bearbeiten, die vorher nach speziellen Vorgaben gehärtet und angelassen werden. Häufig haben es die Laufener mit sehr kleinen Formeinsätzen oder Kernen zu tun, die schwierig oder gar nicht zu kühlen sind. Hier kommt es auf eine hohe Wärmeleitfähigkeit an.

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„Deshalb verwenden wir hauptsächlich pulvermetallurgische Stähle. Diese gelten wegen ihres Gefüges nicht nur als sehr maßstabil, sondern sind auch äußerst verschleißbeständig, was sich bei stark abrasiv wirkenden Kunststoffen positiv auf die Lebensdauer des Werkzeugs auswirkt“, berichtet Alfred Heinl, der bei Hörl den Werkzeugbau verantwortet. „Beim Herstellen der Konturen hat das Erodieren nach wie vor eine große Bedeutung, wovon bei uns acht hochmoderne Drahterodier- (Mitsubishi) sowie drei Senkerodieranlagen (Exeron) zeugen.“

Erodieren oder Fräsen?

Obwohl das Erodierequipment bei Hörl zum modernsten zählt, was der Markt zu bieten hat, hält der Experte das Fräsen für die grundsätzlich bessere Bearbeitungstechnologie. Zumal mit heutigen VHM-Werkzeugen (Vollhartmetall), auch das prozesssichere Arbeiten mit filigranen Fräsern im Zehntel-Durchmesser-Bereich keine allzu großen Herausforderungen mehr bedeutet.

Als Beispiel dienen hier die zweischneidigen VHM-Fräser von Hitachi Tools, mit denen auf der hochgenauen Makino V33i mit 40.000/min oder der Mikron HSM 200 ULP mit 50.000/min sehr kleine Eckenradien verwirklicht werden können – Eckenschutzkante vorausgesetzt. Sind dem Kunden Eckenradien im Zehntel-Bereich scharfkantig genug, werden die Konturen heute ausschließlich gefräst. Von großem Vorteil ist, dass bei Hörl so gut wie alle Frässtrategien, die VISI Machining bietet, auch bei der Hartbearbeitung einzusetzen sind.

Die CAD/CAM-Lösung hat sich bei den Oberbayern absolut bewährt. „Mit VISI verfügen wir heute über ein komplett durchgängiges, transparentes System, mit dem wir unser Ziel, durch höchste Werkzeugqualität maximal stabile Prozesse und eine Null-Fehler-Produktion zu realisieren, täglich ein Stück schneller erreichen“, zieht Firmenchef Thomas Hörl ein positives Fazit. „Neben der lückenlosen CAD-CAM-Prozesskette ist für unser Wachstum auch das PDM-System von großer Bedeutung. Zumal wir auch mit dem guten Support von Mecadat sehr zufrieden sind.“ Keine Frage – Hörl Kunststofftechnik ist eine Erfolgsgeschichte, bei der VISI eine der Hauptrollen spielt.

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