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Simulationslösung

Homag Group reduziert Produktionszeiten mit Simulationslösung ISG-Virtuos

| Autor / Redakteur: Jessica Baum / Reinhold Schäfer

Die vorgestellte Simulationslösung ermöglicht dem Unternehmen dank ausgiebiger Tests an der virtuellen Maschine eine Just-in-Time-Produktion – etwa im Küchensegment.
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Die vorgestellte Simulationslösung ermöglicht dem Unternehmen dank ausgiebiger Tests an der virtuellen Maschine eine Just-in-Time-Produktion – etwa im Küchensegment. (Bild: ISG)

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Ein mittelständischer Maschinenbauer nutzt die Technik des digitalen Zwillings bei neuen Maschinen und Anlagen, um mithilfe von Simulationen sonst übliche Prototypen zum Testen einzusparen. Tests mit dem digitalen Zwilling vor der Inbetriebnahme der Maschine sind genauso aussagekräftig.

Um auf gleicher Fläche mit unveränderten Personalressourcen das Produktionsvolumen zu erhöhen, wollte der deutsche Anlagenbauer Homag Group die zu produzierenden Maschinen bereits vor ihrer Inbetriebnahme ausgiebig testen können. Mithilfe der Hardware-in-the-Loop-Simulationslösung ISG-Virtuos, die reale Komponenten mit virtuellen kombiniert, setzt das Unternehmen nun ein Werkzeug ein, das die virtuelle Inbetriebnahme ermöglicht. Bei der Entwicklung neuer Maschinen und Anlagen erst Prototypen aufzubauen, wird ab sofort nicht mehr notwendig sein – so aussagefähig ist der „digitale Zwilling“.

1960 als „Hornberger Maschinenbaugesellschaft OHG“ von Eugen Hornberger und Gerhard Schuler gegründet, ist Homag mit über 6000 Mitarbeitern heute der weltweit führende Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Holz bearbeitende Industrie und das Handwerk. Als Global Player verfügt das Unternehmen, das seinen Hauptsitz im baden-württembergischen Schopfloch hat, insgesamt über 23 Vertriebs- und Servicegesellschaften in allen wichtigen und wachsenden Regionen weltweit.

Die Homag Group produziert Hightechmaschinen und Anlagen für Kunden aus den Bereichen Wohn- und Büromöbel, Küchen, Parkett- und Laminatfußböden, Fenster, Türen, Treppen und sogar komplette Holzsystemhäuser. Neben Einzelmaschinen für kleinere Handwerksbetriebe fertigt das Unternehmen auch komplett vernetzte Fertigungsstraßen für die hoch industrialisierte, individuelle Möbelfertigung. Umfangreiche Dienstleistungen und entsprechende Steuerungssoftware komplettieren das Portfolio der Homag Group.

Der Druck wächst, Produktionszeiträume zu verkürzen

Während man Küchen früher in Serie produziert hat und die entsprechenden Teile für Schränke einlagern musste, ist heute Produktion „just in time“ angesagt. Die Anforderungen der Holzverarbeiter, die ihre Produkte schnellstmöglich an ihre Kunden ausliefern möchten, steigen. Vor diesem Hintergrund steht Homag vor der Herausforderung, die Produktionslaufzeiten zu verkürzen. Daneben gilt es, alle Komponenten einer Anlage zu „verheiraten”. Dafür benötigt man nicht nur jede Menge Platz, sondern auch viel Zeit und Personal. Zudem sind Produktionen heute viel enger getaktet, sodass Homag Änderungen an der Steuerung und Programmierung seiner Anlagen vornehmen musste.

Nicht zuletzt ist es erforderlich, virtuelle Simulationsmodelle von externen Baugruppen der Lieferanten (zum Beispiel Antriebsregler) anhand von realen Komponenten zu entwickeln und diese anschließend den Lieferanten zu Verfügung zu stellen. Um diese Mammutaufgabe zu bewältigen, benötigte Homag eine Softwarelösung für die virtuelle Inbetriebnahme. Die Vorteile: Mittels virtueller Inbetriebnahme sinkt der Zeitaufwand und die Prozesse werden effizienter, was letztlich die Kosten senkt. Das optimale Tool fand der Anlagen- und Maschinenbauer in ISG-Virtuos, einer Hardware-in-the-Loop-Simulationslösung, mit deren Hilfe man bereits vor der Inbetriebnahme einer Anlage deren Funktionstüchtigkeit testen kann.

„Unsere Kunden erwarten von uns individuelle Lösungen und Abwicklungszeiten, die sehr kurz sind“, sagt Michael Zetzsche, Senior Manager Control Development Edge Processing in der Business Unit Edge bei der Homag Group. „Sie schätzen unsere starke Innovationskraft und erhoffen sich natürlich, dass wir Prozesse beschleunigen, sodass sie von entsprechend kürzeren Produktionszeiten profitieren.“ Homag musste sich damit auseinandersetzen, wie eine beschleunigte Inbetriebnahme der Maschinen möglich sein könnte, ohne neue Anlagen aufbauen oder mehr Zeit und Geld in Ressourcen investieren zu müssen.

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