Chinas Humanoide Doppelte Spitzenleistung zur Roboter-Weltmeisterschaft

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Zwei chinesische Roboter erstaunten zur World Humanoid Robot Games in Peking ...

In China, genauer gesagt, in Peking, haben zwei chinesische Roboter von sich Reden gemacht. Der eine übertraf den bisherigen Rekord im 100-Meter-Lauf (Symbolbild). Und der andere brillierte mit seiner Expertise als Torschütze ...(Bild:  KI-generiert)
In China, genauer gesagt, in Peking, haben zwei chinesische Roboter von sich Reden gemacht. Der eine übertraf den bisherigen Rekord im 100-Meter-Lauf (Symbolbild). Und der andere brillierte mit seiner Expertise als Torschütze ...
(Bild: KI-generiert)

Ein Roboter hat beim Auftakt einer Weltmeisterschaft in China im Sprint über 100 Meter den bestehenden Rekord eines Menschen geschlagen. Während der Eröffnungsfeier für die World Humanoid Robot Games (Weltmeisterschaften humanoider Roboter) rannte der Humanoide des chinesischen Teams X-Humanoid nämlich in nur 9,39 Sekunden ins Ziel. Damit unterbot er die Bestzeit von 9,58 Sekunden von Rekordhalter Usain Bolt über diese Strecke. Und auch ein Roboter des chinesischen Smartphone-Herstellers Honor hatte im Vorfeld sogar mit 9,32 Sekunden die Bestmarke des Jamaikaners geschlagen, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete. Im Anschluss an ihren Sprint hielten die künstlichen Sprinter aber nicht mehr an, sondern prallten spektakulär in eine Schutzwand. Die Organisatoren erwarten mehr als 660 Teams mit insgesamt mehr als 2.000 Robotern aus 16 Ländern. Die meisten Teams kommen aus China und stammen von Unternehmen und Universitäten. Zu den 51 Disziplinen zählen Weitsprung, Gewichtheben, Tischtennis, Fußball, aber auch alltagsnahe Szenarien wie Haushaltsaufgaben, Rettungseinsätze und Fertigungslinien, an denen die Ingenieure ihre Roboter antreten lassen wollen.

Hunanoider Roboter siegt über menschlichen Torwart

Und ein anderer humanoider Roboter, der in China entwickelt wurde, kann mit einer besonderen Technik Tore gegen einen menschlichen Torwart erzielen. Denn mithilfe einer neuen KI-Steuerung verfolgt er den Ball mit seiner Kamera, passt seine Schritte direkt an und schießt aus verschiedenen Positionen, wie ein chinesisches Forschungsteam im Fachmagazin Science Robotics berichtet hat. Fußball ist, wie man weiter erfährt, nämlich für Humanoide ein anspruchsvolles Testfeld, weil die Roboter einen bewegten Ball verfolgen, das Gleichgewicht halten und ihre Bewegungen schnell anpassen müssen. Bei vielen bisherigen Systemen seien aber Wahrnehmung und Bewegungssteuerung getrennt voneinander.

Hohe Trefferquote bei verschiedenen Positionen

Doch die neue Steuerung verbinde beides eng miteinander. Getestet wurde das System mit dem etwa 1,20 Meter großen und 30 Kilogramm schweren T1 des chinesischen Herstellers Booster Robotics. Bei einer weiteren Testreihe absolvierte der Roboter jeweils zehn Tests mit dem Ball an 14 verschiedenen Stellen, insgesamt also 140. Im vorderen Spielfeldbereich brachte er den Ball in etwa 80 bis 90 Prozent der Tests ins Tor, im hinteren in 60 bis 70 Prozent. Ein Torwart wird dabei nicht erwähnt. Für vollständiges Teamspiel reicht die Steuerung noch nicht. Sie berücksichtigt weder Mitspieler noch Gegner und kann deshalb keine Pässe, Abwehraktionen oder gemeinsamen Spielzüge planen. Die Technik könnte Roboter nach Einschätzung der Autoren aber außerhalb des Fußballs selbstständiger und anpassungsfähiger machen.

(ID:50935225)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung