Functional Safety
Die Safety PLC muss flexibler und vernetzter werden

Ein Gastbeitrag von Holger Friedrich, Senior Group Key Account Manager DACH – Industrial Automation, Delta Electronics 4 min Lesedauer

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Modulare, flexible Fertigungsumgebungen verändern die Anforderungen an Functional Safety: Sie wird von einer isolierten Schutzfunktion zur integrierten Systemeigenschaft.

Robotik in der flexiblen Fertigung: Mit zunehmender Vernetzung steigen auch die Anforderungen an Functional Safety. (Bild:  Delta Electronics)
Robotik in der flexiblen Fertigung: Mit zunehmender Vernetzung steigen auch die Anforderungen an Functional Safety.
(Bild: Delta Electronics)

Montagmorgen produziert eine Fertigungszelle Aluminiumgehäuse für die Automobilindustrie. Zwei Tage später läuft auf derselben Anlage ein Auftrag für die Medizintechnik. Dazwischen werden Roboterprogramme angepasst, Greifer gewechselt, Sicherheitsbereiche verändert und Prozessparameter neu eingelernt. Was vor wenigen Jahren noch die Ausnahme war, gehört heute in vielen Produktionsumgebungen zum Alltag. Fertigungslinien werden modular aufgebaut, Produkte wechseln häufiger, Losgrößen werden kleiner und Produktionsprozesse dynamischer.

Diese Entwicklung verändert auch die Anforderungen an die funktionale Sicherheit. Ihre Aufgabe bleibt unverändert: Gefährliche Situationen müssen zuverlässig erkannt und Menschen sowie Maschinen geschützt werden. Doch der Kontext, in dem diese Aufgabe erfüllt werden muss, hat sich grundlegend gewandelt. Während früher vor allem der sichere Stillstand einer Maschine im Mittelpunkt stand, rückt heute eine andere Frage in den Vordergrund: Wie lässt sich eine Anlage nach einer Änderung schnell, sicher und mit möglichst geringem Engineering-Aufwand wieder in Betrieb nehmen?