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Elektrohydraulik Hydraulikantriebe modernisieren und 80 % Energie einsparen

Redakteur: Stefanie Michel

Der Druck auf Maschinenbauer hin zu energieeffizienten Lösungen wird immer höher. Deshalb sollen drehzahlvariable Antriebe von Bosch Rexroth in der Hydraulik bei Modernisierungen den Energieverbrauch und die Stromkosten bis zu 80 % senken können.

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Die drehzahlvariablen Antriebe Sytronix von Bosch Rexroth arbeiten stets im optimalen Betriebspunkt. Wird keine Leistung benötigt, schalten sie auf Standby.
Die drehzahlvariablen Antriebe Sytronix von Bosch Rexroth arbeiten stets im optimalen Betriebspunkt. Wird keine Leistung benötigt, schalten sie auf Standby.
(Bild: Bosch Rexroth)

Ob Klimaschutzinitiativen oder der Green Deal der EU: Auch die Industrie muss daran arbeiten, die vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen. Für Maschinenbauer bedeutet das, ihre Kunden mit energieeffizienten Hydrauliklösungen zu unterstützen. Wie Bosch Rexroth erklärt, reduzieren die drehzahlvariablen Antriebe Sytronix im Vergleich zur konventionellen Technik den Energieverbrauch und Stromkosten um bis zu 80 %. In gleichem Maße senke die intelligente Elektrohydraulik damit indirekt auch die Menge der CO2-Emissionen. Diese Zahlen ermittelte Bosch Rexroth im Rahmen realer Modernisierungsprojekte.

Frequenzumrichter, Elektromotor und Pumpe arbeiten zusammen

Das hohe Einsparpotential ergibt sich aus dem intelligenten Zusammenspiel von Frequenzumrichter, Elektromotor und hydraulischer Konstant- oder Verstellpumpe. Dank ihrer lastabhängigen Regelung arbeitet die verlustoptimierte Elektrohydrauliklösung von Bosch Rexroth stets im optimalen Betriebspunkt. Wird keine Leistung benötigt, schaltet sie selbständig auf Standby.

Reale Kundenprojekten von Bosch Rexroth zeigen: Werden konventionelle Hydraulikantriebe nachträglich durch Sytronix-Antriebe ersetzt und beide Szenarien verglichen, könne je nach Anwendung bis zu 80 % Energie eingespart werden. Im gleichen Verhältnis sinken die Energiekosten sowie die Menge der im Zuge der Stromerzeugung emittierten Treibhausgase. Im Rahmen von mehreren Optimierungsprojekten verglichen die Hydraulikexperten von Bosch Rexroth den Energieverbrauch des ursprünglichen Aufbaus inklusive Kühlung mit der neuen Sytronix-Lösung. So bewirkte beispielsweise die Modernisierung einer Kunststoffpresse eine Energieersparnis von 87.000 kWh pro Jahr (-78 %). Das ergibt eine jährliche Betriebskostenersparnis von 15.390 Euro.

Ausstoß an Treibhausgasen deutlich senken

Aufgrund der hohen Leistungsdichte sollen sich die drehzahlvariablen Antriebe Sytronix für die Modernisierung unterschiedlichster Anlagen eignen: von Werkzeug-, Holz- und Papiermaschinen über Metallurgieanwendungen bis hin zu Pressen, Druckgieß- und Kunststoffspritzgießmaschinen.

Im deutschen Strommix von 2018 wurden je erzeugte Kilowattstunde 0,489 kg an verschiedenen Treibhausgasen emittiert, die vereinheitlicht in CO2-Äquivalenten ausgedrückt werden (CO2Äq). Unter diesen Voraussetzungen vermeidet die Kunststoffpresse durch das nachträgliche Sytronix-Upgrade jährlich 43,3 Tonnen CO2-Äquivalente.

Noch höhere Ersparnisse ergeben sich bei komplexeren Anlagen, wie zum Beispiel bei einem Hubbalkenofen. Hier entlastet das drehzahlvariable Konzept das Klima jährlich um 421 t CO2Äq und das Budget des Betreibers um 152.000 Euro, was einer Reduktion um rund 80 % entspricht. Im selben Verhältnis sanken auch die Verbrauchswerte einer Gießmaschine. Hier erzielte Bosch Rexroth für den Betreiber eine Treibhausgasvermeidung von 30 t CO2Äq pro Jahr sowie eine Stromkostenersparnis von 11.000 Euro.

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