Tarifverhandlungen Gewerkschaftsteil fordert fünf Prozent mehr Geld – und noch mehr

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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In den kommenden Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie fordert der IG-Metall-Bezirk Mitte fünf Prozent mehr Geld für 388.000 Beschäftigte. Und das ist noch nicht alles ...

Im Oktober starten die Tarifverhandlungen der IG Metall mit den Arbeitgebern. Schon heute sickert durch, dass zumindest der IG-Metall-Bezirk Mitte für fünf Prozent mehr Geld plädiert. Die Arbeitgeberseite hält das für ein gefährliches Spiel mit dem Feuer ... (Bild:  KI-generiert)
Im Oktober starten die Tarifverhandlungen der IG Metall mit den Arbeitgebern. Schon heute sickert durch, dass zumindest der IG-Metall-Bezirk Mitte für fünf Prozent mehr Geld plädiert. Die Arbeitgeberseite hält das für ein gefährliches Spiel mit dem Feuer ...
(Bild: KI-generiert)

Die Lage in der Industrie ist bekanntlich nicht für alle rosig. Doch die IG Metall will mehr Geld einfordern und in Betrieben mit guter wirtschaftlicher Lage auch noch eine tarifliche Gewinnbeteiligung erreichen. Auch über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten in den vier Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen soll verhandelt werden. „Die wirtschaftliche Situation ist herausfordernd! Die Arbeitgeber führen einen abgestimmten, flächendeckenden Kampf gegen tarifliche Standards“, so der Chef des Gewerkschaftsbezirks Mitte, Jörg Köhlinger, nach Beratungen der Tarifkommissionen in Mainz. Köhlinger weiter: „Wir müssen uns auf Kampf einstellen und uns gegen massive Angriffe wehren!“ Der neue Tarifvertrag soll nach Ansicht der Gewerkschaft eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Der Arbeitgeberverband Hessenmetall warnte angesichts bereits hoher Produktionskosten vor einer Vertreibung der Industrie aus Hessen und Deutschland. „Die Forderung der IG Metall nach fünf Prozent geht deshalb völlig an der Realität vorbei. Sie wäre nichts anderes als ein Brandbeschleuniger“, kommentierte Hessenmetall-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert.

So sind die Tarifverhandlungstermine gesetzt:

Heute will der Vorstand der Gewerkschaft in Frankfurt übrigens auf Basis der Rückmeldungen aus den regionalen Tarifkommissionen seine Forderung für die insgesamt etwa 3,7 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie bekanntgeben. Erste Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden sind ab dem 7. Oktober geplant. Warnstreiks sind ab November möglich. Bei den regional geführten Verhandlungen ist der Bezirk Mitte für etwa 360.000 Beschäftigte in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie 28.000 Metaller in Thüringen zuständig. Die erste Verhandlung mit den Arbeitgebern der Mittelgruppe ist für den 9. Oktober in Frankfurt geplant. Am 12. Oktober verhandelt die IG Metall dann mit den Arbeitgebern Thüringen in Erfurt. In der Tarifrunde geht es um die Entgelttarifverträge für Beschäftigte in der Autoindustrie, im Maschinenbau, in Metallbearbeitung sowie Elektrotechnik. Nicht verhandelt wird für die Beschäftigten der kriselnden Volkswagen AG, für die ein eigener Haustarifvertrag gilt. Dieser läuft zum Jahresende aus.

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