Nullpunkt-Spannsysteme In der Serienfertigung die letzten Zehntelsekunden herausquetschen

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Bei Honda, Nissan oder Kawasaki werden sie bereits eingesetzt. Jetzt zieht Anger Machining nach. Der E-Mobility-Pionier aus Oberösterreich setzt die Nullpunkt-Spannsysteme von Kosmek in Maschinen für die Produktion von Strukturbauteilen und Batteriewannen für E-Autos ein.

Das Nullpunkt-Spannsystem von Kosmek. Im Hintergrund Dietmar Bahn (li.), Vertriebsleiter Anger Machining, und Patrick Plamenig, Geschäftsführer von Kosmek Europe.
Das Nullpunkt-Spannsystem von Kosmek. Im Hintergrund Dietmar Bahn (li.), Vertriebsleiter Anger Machining, und Patrick Plamenig, Geschäftsführer von Kosmek Europe.
(Bild: Wakolbinger)

Die Bearbeitungszentren von Anger produzieren mittlerweile bei namhaften Zulieferern Komponenten für Fahrzeuge von Daimler, Volkswagen oder Stellantis. In diesen werden die Werkstücke vom Kosmek-Nullpunkt-Spannsystemen exakt positioniert und fixiert. Danach werden die Batteriewannen, Seitenschweller, A-Säulen, Längs- und Querträger oder Aluminiumprofile fünfachsig gefräst, gebohrt und entgratet. „Um Maschinenkapazitäten voll ausschöpfen zu können, müssen die Rüstzeiten auf ein Minimum verkürzt werden“, erklärt Anger Machining-CSO Dietmar Bahn. Weil das höchste Wiederholgenauigkeit voraussetzt, kommt den Nullpunkt-Spannsystemen eine zentrale Rolle zu. Sie verbinden die Werkstücke mit dem Maschinentisch.

In der neuesten SP-Generation bearbeiten in einer Maschine eine, zwei oder vier Spindeln gleichzeitig mehrere der namensgebenden Structural Parts (SP-Strukturbauteile), Batteriewannen und extrudierte Profile für die E-Mobilität. Diese sehr dünnwandigen und teilweise über 2 Meter langen, extrem vibrationsanfälligen Werkstücke, erfordern eine sehr spezielle Maschinengeometrie. „Gefordert ist eine hochdynamische, große Maschine, die mehrere Teile gleichzeitig bearbeiten, große Komponenten schnell beladen, exakt spannen sowie präzise bearbeiten kann und sich außerdem leicht umrüsten lässt“, präzisiert Andreas Roithmayr. „Das ist ein konstruktiver Spagat, der schwer zu schaffen war“, so der Abteilungsleiter Technical Sales und Product Management bei Anger Machining weiter.