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Fräsen Individuelle Frästeile on demand

| Autor / Redakteur: Falco Wittpoth / Peter Königsreuther

Der Kölner Präzisionsteilehersteller Förster liefert mithilfe seiner kundenorientierten Organisation und aufgrund seiner flexiblen Fertigungssysteme Frästeile in Losgröße 1 bis 10 auf Abruf.

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Die Förster-Sondermaschinen-Geschäfstleiter Susanne Müller und Stefan Förster vor einer Hedelius-Bearbeitungsmaschine. Insgesamt fünf Hedelius-Anlagen sorgen bei Förster für hoch präzise Bauteile, wie sie von den Kunden gefordert sind.
Die Förster-Sondermaschinen-Geschäfstleiter Susanne Müller und Stefan Förster vor einer Hedelius-Bearbeitungsmaschine. Insgesamt fünf Hedelius-Anlagen sorgen bei Förster für hoch präzise Bauteile, wie sie von den Kunden gefordert sind.
(Bild: Hedelius)

Die Geschichte der Förster Sondermaschinen GmbH hat 1979 in einer Garage begonnen, wo der Gründer und heutige Geschäftsführer Stefan Förster zunächst Mikroschalter gefertigt hat. Anfang der 90er-Jahre baute Förster Biege- und Glasbohrmaschinen für die Automobilindustrie. „Weil wir Teile benötigten, die wir am Markt nicht in ausreichender Qualität bekommen konnten, haben wir sie kurzerhand selbst gefertigt“, erinnert sich Stefan Förster. Heute ist Förster Sondermaschinen sehr erfolgreich bei der Fertigung von Präzisionsbauteilen. Die Kunden sind größtenteils in der Region ansässige Hersteller von Verpackungsmaschinen, Maschinen für die Lebensmittelindustrie und Straßenbaumaschinen.

Engste Toleranzen sind einzuhalten

Förster verlässt sich in Sachen Qualität nicht auf den Zufall und ist dabei kompromisslos. Denn in der Regel bewegt sich seine Fertigung in Toleranzbereichen zwischen 2 und 5 Hundertstelmillimeter. Oft fordern die Kunden noch präzisere Qualität, die Förster aber durchaus liefern kann, weil er auf die richtigen Fertigungssysteme dafür setzt, wie der folgende Anwendungsfall verdeutlichen soll. Denn die dabei von Förster gefertigten Laufschienen für die Schneidemesser von Folienverpackungsmaschinen bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von maximal 400 km/h. Um die Qualität in der Fertigung gewährleisten zu können, setzt der Mittelständler auf Modernisierung und technische Weiterentwicklung. Und so wird kontinuierlich in neue Werkzeuge und Werkzeugsysteme investiert.

Noch besser auf Kundenwünsche reagieren

Die jüngste Anschaffung ist eine Tiltenta 9-3600 von Hedelius – ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum mit schwenkbarer Hauptspindel. Die T9-3600, die in Kürze aufgestellt wird, ist bereits die fünfte Maschine des norddeutschen Maschinenbauers Hedelius. Die erste Hedelius im Maschinenpark von Förster, eine Tiltenta 8-3200, ist zwölf Jahre alt und immer noch zuverlässig im Einsatz. „2017 haben wir sie komplett überholen lassen, jetzt ist sie wie neu“, merkt Förster an, „und mit der neuen T9 wollen wir unsere Kapazitäten erweitern und flexibler werden, um noch besser auf kommende Kundenwünsche reagieren zu können.“

Von einigen Gramm bis tonnenschwer

Dass Flexibilität in der Förster-Fertigung essenziell ist, zeigen Art, Losgröße sowie das Material der Werkstücke: Bearbeitet werden Bauteile zwischen 10 und 6000 mm, die durchaus auch mal bis 3,5 t wiegen können und in der Regel in Losgrößen von 1 bis 10 benötigt werden. Beim zu bearbeitenden Werkstoff handelt es sich meist um Stahl und Aluminium, gelegentlich werden auch hochfeste Schmiedebronze und Edelstahl zerspant. Die Durchlaufzeit der einzelnen Teile variiert dabei sehr stark, so Förster, denn einige sind nur wenige Minuten auf den Maschinen, andere dafür mehrere Tage.

Für diese sehr unterschiedlichen Anforderungen muss die Fertigung aber auch ausgelegt sein. Deshalb hatte man sich bei Förster 2006 für die Hedelius-Tiltenta 8-3200 entschieden. Zunächst zur Fertigung von langen Bauteilen bis 3000 mm eingesetzt, wird die Fräsmaschine heute regelmäßig auch zur 5-Achs-Bearbeitung vielfältiger kubischer Teile genutzt. Dafür muss sie lediglich mit einem Aufsatzrundtisch ausgerüstet werden.

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