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Installations- und Montagematerial Industriesteckdosen für den weltweiten Einsatz

| Autor / Redakteur: Sven Heier / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Viele Maschinen mit Schaltschränken werden für den weltweiten Einsatz gebaut. Doch die jeweils geltenden, unterschiedlichen Normen erfordern jeweils verschiedene Steckdosen. Eine nun vorgestellte Steckdose für die Tragschienen- und Direktmontage soll Abhilfe schaffen.

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Bild 1: Bei dieser Steckdosengeneration mit unterschiedlichen Steckergeometrien steht einer weltweiten Verwendung im Schaltschrank- und Anlagenbau nichts entgegen.
Bild 1: Bei dieser Steckdosengeneration mit unterschiedlichen Steckergeometrien steht einer weltweiten Verwendung im Schaltschrank- und Anlagenbau nichts entgegen.
(Bild: Phoenix Contact )

Wenn Schaltschränke oder Anlagen exportiert werden, führen die zahlreichen unterschiedlichen Steckgesichter bei industriellen Steckdosen schnell zu Problemen. Abhilfe schaffen dort die EO-Steckdosen für die Tragschienen- und Direktmontage in Schaltschränken, die für den weltweiten Einsatz konzipiert wurden. Leuchtanzeigen, Schalter, Sicherungen oder Schutzschalter erweitern die Einsatzmöglichkeiten (Bild 1).

Bild 1: Bei dieser Steckdosengeneration mit unterschiedlichen Steckergeometrien steht einer weltweiten Verwendung im Schaltschrank- und Anlagenbau nichts entgegen.
Bild 1: Bei dieser Steckdosengeneration mit unterschiedlichen Steckergeometrien steht einer weltweiten Verwendung im Schaltschrank- und Anlagenbau nichts entgegen.
(Bild: Phoenix Contact )

Erste einheitliche Lösung um 1970

Das Problem mit den unterschiedlichen Steckgesichtern gibt es nicht nur bei industriellen Anwendungen. Wer kennt nicht die Enttäuschung, wenn im Hotelzimmer plötzlich der Stecker vom Rasierer oder vom Notebook nicht in die Steckdose passt? Die Frage nach der Ursache für diese Problematik lässt sich leicht beantworten: Elektrische Geräte und Anlagen wurden früher direkt verdrahtet – Stecker, wie wir sie heute kennen, gab es nicht. Gerade elektrische Anlagen wurden „hart“ verdrahtet und fast ausschließlich von Elektrofachkräften angeschlossen.

Mit der zunehmenden Elektrifizierung, die den Alltag und die Arbeitswelt immer stärker umgab, musste eine einfache Lösung gefunden werden, um elektrische Geräte anzuschließen. Als erster brachte der US-amerikanische Erfinder und Unternehmer Harvey Hubbell eine brauchbare Lösung hervor. Seine Idee war eine Art Stecker, der es jedem elektrotechnischen Laien ermöglichte, eine elektrische Verbindung herzustellen.

Mit dieser Erfindung ließ sich Hubbell den ersten Stecker patentieren. Seine Erfindung hat sich rasch weiterentwickelt und in der 1906 gegründeten IEC erkannte man schnell, dass eine weltweite Vereinheitlichung viele Vorteile hätte. Aber erst gegen 1970 kam es zu einer brauchbaren Lösung: dem sogenannten Stecker Typ N aus der IEC 60906-1, der aber nur in Brasilien und Südafrika eingeführt wurde. Eine Einführung in anderen Ländern war und ist bis heute auf Grund der bereits existierenden Infrastrukturen kaum mehr möglich.

Daher sind Industrieunternehmen rund um den Globus an eine Vielzahl unterschiedlicher Steckgesichter gebunden. Gerade Unternehmen mit hohem Exportanteil stehen dieser Situation häufig gegenüber – sie müssen sowohl das „heimische“ wie auch das im Exportland übliche Steckgesicht einbauen. Auch im Servicefall ist es gut, wenn die Steckdose im Schrank passt. Zurzeit kommt man auf 14 verschiedene Steckgesichter – Typ A bis Typ N. Weil man einige zusammenfassen kann –, wie etwa CF – könnte man mit immerhin noch 11 verschiedenen Typen die Welt elektrisch verbinden.

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