Suchen

Industry-Cockpit

Industry-Cockpit macht fit für individuelle Kundenwünsche

Seite: 4/4

Firmen zum Thema

Verkürzte Reaktionszeit auf individuelle Kundenanforderungen

Die Wiederverwendbarkeit der einmalig erstellten Prozessmodule führt zu deutlich verkürzten Reaktionszeiten auf individuelle Kundenanforderungen. Erforderliche Überwachungsmechanismen müssen nicht mehr programmiert, sondern nur noch konfiguriert werden. So können ad-hoc bereitgestellte, kundenindividuelle Auswertungen den Hersteller optimal bei der Analyse und Umsetzung seiner Fertigungsaufgabe unterstützen.

Von Individualwünschen bis zum Unikat ist alles machbar

Wird ein flexibel gesteuertes Prozessnetzwerk mit einem anpassungsfähigen Maschinenpark kombiniert, ist das gesamte Unternehmen fit für die Erfüllung von Individualwünschen bis hin zum zertifizierten Unikat. Werkzeugmaschinen, bisher die erste Wahl für Bearbeitungsaufgaben wie Schleifen, Fräsen und Entgraten erweisen sich in diesem Zusammenhang immer öfter als zu unflexibel, und ihr hoher Anschaffungspreis führt zu hohen Maschinenstundensätzen. Prozesse mit geringerer Wertschöpfung sollten daher sinnvollerweise auf günstigere Bearbeitungsmaschinen, wie beispielsweise Roboter, verlagert werden. Dadurch lassen sich auch die Herstellungskosten nachhaltig senken.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 7 Bildern

Die Geschäftsfelder Automatisierungstechnik und Produktionssysteme treiben aus diesem Grund seit einigen Jahren die Qualifizierung von Bearbeitungsrobotern voran, die diese Aufgaben mit der notwendigen Präzision ausführen können. Ihre geringeren Investitionskosten, ihr großer Arbeitsraum und ihre hohe Beweglichkeit machen sie zu einer interessanten Alternative zu den schwereren und teureren Werkzeugmaschinen.

Der Haken ist jedoch: Die Genauigkeit von Werkzeugmaschinen ist für einen Roboter nur schwer zu erreichen. Zum einen führt ihre geringere Steifigkeit zur Abdrängung des Werkzeugs von der programmierten Sollbahn und dadurch zu einer verringerten Maßhaltigkeit des Bauteils. Dadurch kommen Roboter vor allem bei der Bearbeitung von harten Materialien schnell an Grenzen. Zum anderen treten Werkzeug- und Maschinenschwingungen auf, die sich nicht nur negativ auf die Oberflächenqualität, sondern auch auf das Verschleißverhalten des Werkzeugs und die Lebensdauer des Maschinensystems auswirken können.

Diese negativen Faktoren auszugleichen, ist der wesentliche Inhalt der Forschungsarbeiten am Fraunhofer IPK. Dazu werden einerseits intelligente Steuerungs- und Regelungsverfahren entwickelt, die etwa automatisiert Bahnkorrekturen vornehmen können. Andererseits werden geeignete Bearbeitungsparameter identifiziert, da sich die Parameter von Werkzeugmaschinen nicht ohne weiteres auf Bearbeitungsroboter übertragen lassen. Die Entwicklung anforderungsgerechter Werkzeuge und Identifikation spezifischer Roboterkonfigurationen führen zu der erforderlichen Steigerung der Genauigkeit. MM

* Thomas Knothe ist Leiter der Abteilung Geschäftsprozess- und Fabrikmanagement, Nicole Oertwig ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Katharina Strohmeier ist Mitarbeiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, alle am Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK in 10587 Berlin, Tel. (0 30) 3 90 06-1 40, katharina.strohmeier@ipk.fraunhofer.de

(ID:43567329)