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Industry-Cockpit Industry-Cockpit macht fit für individuelle Kundenwünsche

| Autor / Redakteur: Thomas Knothe, Nicole Oertwig und Katharina Strohmeier / Mag. Victoria Sonnenberg

Produkte werden immer individueller. Produzieren in Losgröße 1 wird für eine wachsende Zahl fertigender Unternehmen daher zur täglichen Aufgabe. Das vom Fraunhofer IPK entwickelte Industry-Cockpit lässt die Planung und Überwachung flexibler werden. In Kombination mit anpassungsfähigen Bearbeitungsrobotern macht es Unternehmen fit für die kundenindividuelle Produktion.

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Produzieren mit dem Industry Cockpit und Bearbeitungsrobotern: Abläufe und Anlagen werden unternehmensweit in einem flexiblen Prozessnetz verknüpft – so können sie in ihrer Gesamtheit überwacht und jederzeit auf Kundenwünsche eingestellt werden.
Produzieren mit dem Industry Cockpit und Bearbeitungsrobotern: Abläufe und Anlagen werden unternehmensweit in einem flexiblen Prozessnetz verknüpft – so können sie in ihrer Gesamtheit überwacht und jederzeit auf Kundenwünsche eingestellt werden.
(Bild: Fraunhofer-IPK)

Die Produktion ist in den letzten Jahren immer dynamischer geworden – nicht nur durch verkürzte Innovations- und Veränderungszyklen, sondern vor allem, weil Kundenwünsche stärker in den Fokus der Unternehmen rücken.

Immer häufiger bestimmen die Kunden nicht nur Aussehen und Eigenschaften des Endprodukts, sondern greifen durch ihre Anforderungen indirekt in das Prozessgefüge von Unternehmen ein. Um Kundenwünschen zu entsprechen, müssen Unternehmen oft zahlreiche interne Prozesse anpassen, von Freigabeprozessen über zusätzliche Prüfprozesse oder Zertifikate bis hin zu individuellen Liefer-, Abnahme- und Verrechnungsmodalitäten.

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Produktionsanlagen und das Prozessnetz müssen flexibel sein

Das Ganze in Verbindung mit einem Produkt, das der Auftragnehmer in der gewünschten Ausprägung vielleicht nur ein einziges Mal fertigt. Um solchen Anforderungen gerecht zu werden, ohne die eigene Wirtschaftlichkeit zu riskieren, brauchen Industrieunternehmen zweierlei: Flexible Produktionsanlagen, die sich mit überschaubarem Aufwand für die Herstellung immer neuer Produkte oder Produktvarianten anpassen lassen, sowie ein flexibles Prozessnetz, das bei Bedarf schnell modifiziert werden kann.

Bereits auf der Hannover Messe 2015 präsentierte das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK aus Berlin ein Lösungspaket, das Unternehmen zum flexiblen Umgang mit Prozessen und deren Monitoring befähigt.

Das modellbasierte Industry Cockpit aus dem Geschäftsfeld Unternehmensmanagement wird dazu mit roboterbasierten Bearbeitungsmaschinen kombiniert, die von den Geschäftsfeldern Produktionssysteme und Automatisierungstechnik entwickelt wurden.

Das Industry Cockpit entstammt einem Kooperationsprojekt mit dem Softwarehersteller für Qualitätsmanagement (CAQ), Produktionsmanagement (MES) und Traceability (Rückverfolgbarkeit) Pickert & Partner aus Karlsruhe.

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