Krauss-Maffei Berstorff auf der K 2016

Innovative Extrudertechnik in Düsseldorf

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Bluepower beim PO-Compoundieren

„Bei der Live-Vorführung auf der K 2016 präsentieren wir den Besuchern eine Antwort auf den Markttrend wirtschaftliche Compoundierung. Econ und Krauss-Maffei Berstorff setzen mit der Anlage nicht nur hinsichtlich der Produktivität Maßstäbe. Mit den perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten – vom Extruder über die Granulierung bis hin zur Trocknertechnologie – profitieren Kunden täglich von der herausragenden Wirtschaftlichkeit“, berichtet Roos, President des Segments Extrusionstechnik der KraussMaffei Gruppe und Geschäftsführer der Krauss-Maffei Berstorff.

Die Komponenten der Compoundieranlage sind: Krauss-Maffei Berstorff Zweischneckenextruder ZE 42 Bluepower, Eprotec Schmelzepumpe Melt-X1 mit anschließendem Siebwechsler ESD70, ECON Unterwassergranulierung EUP 150 und Econ Prozesswassersystem EWT 250 mit Zentrifugaltrockner. Die Durchsatzleistung beträgt bei dieser Anwendung circa 70 kg/h.

Schwerpunkmäßig ist die Baugröße 42 für Durchsatzleistungen von 250 bis 500 kg/h optimiert und richtet sich verstärkt an Compoundeure mit kleinen Lots, Spezialitäten, schnellen Rezepturwechseln, dies aber bei hoher Produktivität. „Mehr denn je kommt es darauf an, dem Kunden die optimal auf seine Bedürfnisse abgestimmte Maschine anbieten zu können, damit er sich erfolgreich und wettbewerbsfähig im sich veränderten Marktumfeld positionieren kann“, erläutert Roos. Die ZE Bluepower bietet das breiteste Konfigurationsspektrum mit dem Modulbaukasten aus 4- und 6 D-langen Zylindereinheiten sowie unterschiedlichsten Schneckenelementen. Die Unterwassergranulierung EUP 150 ist ausgelegt für Durchsätze von 100 bis 450 kg/h bei Normalgranulat. In der ausgestellten Ausführung ist sie speziell für die Granulierung von Mikrogranulaten mit feinen Sieben und speziell gestalteten Flügeln im Trockner designt. Der thermisch isolierte Granulierkopf, ein Patent der Econ GmbH, ist mit Multihole-Düsen versehen, die auf die Produktion des Mikrogranulats abgestimmt sind.

Polyoefin-Recompounds im Griff

„In der gesamten Wertschöpfungskette Kunststoffrecycling ist die Compoundierung von immenser Bedeutung, da hier das verkaufsfähige Endprodukt entsteht“, berichtet Roos.Mit dem Kaskaden-Extrusionsprozess bietet Krauss-Maffei Berstorff eine ideale Möglichkeit aus PE- und PP-Abfällen, aber auch aus Recyclaten anderer Polymer-Typen, hochwertige Recompounds herzustellen.

Für diesen Prozess werden zwei Extrusionsverfahrensschritte direkt hintereinander geschaltet. Der erste Extruder übernimmt das Zuführen, optional mit vorgeschalteter Zerkleinerung oder Agglomerierung des gewaschenen und sortenreinen Recyclats, das Aufschmelzen und die Homogenisierung ebenso wie das Entgasen der Schmelze. Eine Feinfiltration am Ende der Verfahrenseinheit entfernt sicher feste Verunreinigungen. Diese Aufbereitung kann wahlweise auf einem Einschnecken- oder einem Zweischneckenextruder erfolgen. Danach dosiert eine Pumpe die Schmelze in den zweiten Extruder. Dieser ist als klassischer Compoundierextruder ausgeführt und verfügt neben gravimetrischen Dosiereinheiten für alle notwendigen Komponenten über Seitenfüttereinrichtungen ZSFE sowie über eine weitere Entgasungseinheit. Somit sind alle Zusatzaggregate vorhanden, um von Füll- und Verstärkungsstoffen über Additive und Farbstoffe, aber auch Neuware, zu dosieren, um individuelle, hochwertige Compounds herstellen zu können. Je nach Verfahren und Aufgabenstellung kommen Kaskadenkombinationen von Ein- mit Zweischneckenextrudern oder Zwei- mit Zweischneckenextrudern zur Anwendung. Die Ökonomie und Okölogie der Kaskadenprozesse ist für beide Extruderkombinationen ähnlich positiv.

Trefflich Ausgelegt

Die Zweischneckenextruder von Krauss-Maffei Berstorff sind mit leistungsstarken und arbeitspunktoptimierten, wassergekühlten Wechselstrommotoren und individuell konfigurierbaren Verfahrenseinheiten ausgerüstet. Sowohl Zylinder- als auch Schneckenelemente können je nach Aufgabe flexibel umgerüstet werden, so dass sie universell für verschiedenste Verfahrensaufgaben nutzbar sind, heißt es weiter. Mit einem Modell eines Kaskaden-Extrusionsprozesses auf dem diesjährigen Messestand laden die Maschinenbau-Experten zu individuellen Fachgesprächen ein.

„Hauptvorteil des Kaskaden-Prozesses ist es, aus Recyclaten direkt hochwertige Compounds herzustellen – ohne Zwischenschritte", betont Roos. Das ist deutlich wirtschaftlicher und ressourcenschonender als die bisher üblichen Prozesse, die zunächst ein Regranulat herstellen, welches dann in einem zweiten Aufbereitungsprozess zu einem Recompound weiterverarbeitet wird, ergänzt Roos zum Abschluss seiner Ausführungen.

MM

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